Gegen eine Abschottung Deutschlands, gegen rechtes Gedankengut der AfD, für einen Ausbau der Integration von Flüchtlingen, für eine offene, durchlässige Gesellschaft und nachhaltige Umweltpolitik: Für diese Positionen ernteten am Sonntagvormittag Grünen-Politiker in Friedrichshafen großen Beifall. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hatte zum Neujahrsempfang mit hochkarätigen Ehrengästen geladen, und fast 100 Mitglieder vernahmen wohlwollend, wie der grüne Landesminister Manne Lucha, der Landtagsabgeordnete Martin Hahn und der Bundestagskandidat Markus Böhlen mit verschiedenen grünen Positionen auftraten. Bei dem Empfang war man unter sich, wobei Böhlen auch den Häfler Sozialbürgermeister Andreas Köster begrüßen konnte. So fand die Veranstaltung auch nicht ganz zufällig im Gemeindepsychiatrischen Zentrum statt: einer früheren Wirkungsstätte des Abgeordneten Lucha, der in jener Zeit viel mit Andreas Köster, dem einstigen Sozialdezernenten des Bodenseekreises, zu tun hatte.

Im dortigen Speisesaal stärkten sich die Grünen gegenseitig bei so umstrittenen Themen wie Flüchtlinge und Integration, Agrar- oder Umweltpolitik – aber auch der Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump war Thema für Markus Böhlen, als er feststellte, dass dessen Abschottungsdekret nun auch dem ersten grünen Bundestagsabgeordneten die Einreise verwehrt: dem Abgeordnete Omid Nouripour, dessen iranische Herkunft sogar mehr wiegt als sein Diplomatenpass. "Wir sind vom Stern der Glückseligen in der Realität angekommen.

" Derart fasste Martin Hahn die Position Deutschlands in der Flüchtlingssituation zusammen.. "Es war keine Wunschkoalition." Mit diesen Worten beschrieb der Integrationsminister Manne Lucha die neue Landesregierung. Sie sei halt "aus politischer Vernunft" entstanden, aber dennoch: "Wir machen einen guten Job", sagte er mit einem Plädoyer für eine Politik unter der Prämisse, "den Menschen eine Perspektive zu geben".

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