"Millionen von Fischen werden Jahr für Jahr an einem Haken aufgespießt, um sie dann an Land zu ziehen", verkündet die Tierrechtsorganisation Peta in einer Mitteilung. Ein grausamer Vorgang, denn auch Fische würden Schmerz verspüren. Ein Streitpunkt, wie Michael Schramm, Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg, erklärt: "Die Wissenschaft ist sich in diesem Punkt nicht einig." Der Verband legt auf Anfrage einen hauseigenen Tagungsband vor, in dem erklärt wird, dass Fische kein Bewusstsein haben und somit auch keinen Schmerz nach dem menschlichen Verständnis haben können. Die Tierschützer widersprechen und zitieren Meeresbiologin Tanja Breining: "Genau wie Hunde, Katzen und andere Tiere können auch Fische Schmerzen empfinden."

"Wir sind ein anerkannter Naturschutzverbund", erklärt Schramm weiter. "Fischerei- und Naturschutzgesetze regeln alles nötige. Auch auf der Aqua-Fisch wird die Fischereiaufsicht anwesend sein und Interessierte über ihre Tätigkeiten informieren." Hinzu käme der Fischerschein, den jeder Angler erwerben müsse. Dieser schaffe Standards, die jeder Fischer kennen und einhalten sollte. "Natürlich gibt es auch hier manchmal schwarze Schafe", so Schramm. Er ergänzt außerdem, dass in Baden-Württemberg nicht "Millionen von Fischen" im Jahr geangelt werden. "Das gilt vielleicht für die Industrie, aber nicht für unsere Mitglieder."

Auch Petra Rathgeber, Projektleiterin der Messe Friedrichshafen, wehrt sich gegen die Vorwürfe von Peta: "Nur wer gut informiert ist, kann sorgsam und verantwortungsvoll angeln." Als Treffpunkt und Plattform diene die Messe dazu, sich über aktuelle Themen zu beraten und so den Austausch zum Natur- und Tierschutz zu fördern. "Angler sind für die deutschen Gewässer sehr wichtig", so Rathgeber. Sie würden auch Gefahren erkennen und wissen, wie man darauf angemessen reagiert. "Nur in gesunden Gewässern leben gesunde Fische", erklärt Rathgeber. Entsprechende Angebote, die sich mit dem Thema "Nachhaltige Fischerei" befassen, seien auch auf der Aqua-Fisch vertreten.