"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" skandierten am Freitag wieder Kinder, Jugendliche und vereinzelt Erwachsene bei der "Fridays for Future"-Demonstration vom Bahnhof zum Rathaus. Trotz kalten Regenwetters und Schulferien kamen knapp 60 junge Demonstranten.

Am Karfreitag zuvor waren es den Organisatoren zufolge sogar an die 200 Teilnehmer. Sie beschrieben Teile der Uferpromenade mit ihren Parolen und Forderungen. "Die Zahlen zeigen, dass es nicht ums Schulschwänzen geht", stellte Sander Frank, einer der Organisatoren, fest.

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"Die jungen Leute stehen auf, die jungen Leute haben was verstanden. Und wir können von uns sagen, wir haben mehr begriffen als viele, viele Ältere", rief Frank den Teilnehmern zu: "Ich finde es richtig krass, dass wir immer reduziert werden auf das Schulschwänzen."

Die Jugend stehe auf, es würden immer mehr Teilnehmer werden, es werde Großdemos geben, wie vor der Europawahl am 24. Mai in Ravensburg, und darüber hinaus.

Zwischenstation machte die Demonstration in der Musikmuschel, wo einzelne Teilnehmer ihre Beweggründe für die Teilnahme erklärten.
Zwischenstation machte die Demonstration in der Musikmuschel, wo einzelne Teilnehmer ihre Beweggründe für die Teilnahme erklärten. | Bild: Georg Wex

Madlen Beck, eine der Organisatorinnen, erklärte, sie wolle sich später von Kindern und Enkeln nicht fragen lassen müssen: "Wieso habt ihr nichts getan?" Sie wolle die Bequemen, gierige Kapitalisten und Politiker aufrütteln und ihnen zeigen, dass es keinen zweiten Planeten gibt, auf dem die Menschen leben können.

Sander Frank und Madlen Beck waren zwei der Sprecher in der Musikmuschel und später am Rathaus.
Sander Frank und Madlen Beck waren zwei der Sprecher in der Musikmuschel und später am Rathaus. | Bild: Georg Wex

Es war nicht die erste Demonstration in Friedrichshafen und wird nicht die Letzte sein.

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Sander Frank meinte, weitere Termine seien schon Monate im Voraus geplant.

Das Rathaus war wieder Endpunkt des Demonstrationszuges von "Fridays for Future". Hier wurde es noch einmal richtig laut.
Das Rathaus war wieder Endpunkt des Demonstrationszuges von "Fridays for Future". Hier wurde es noch einmal richtig laut. | Bild: Georg Wex

Zuvor hatten die jungen Leute auch bereits am Karfreitag demonstriert. An die 200 Teilnehmer hatte diese Demonstration nach Angaben der Organisatoren bei gutem Wetter. Anschließend wurden mit Kreide ihre Slogans auf die Uferpromenade gezeichnet.

"Fridays for future": Am Karfreitag hinterließen die Schüler mit Kreide allerlei Botschaften entlang des Häfler Seeufers.
"Fridays for future": Am Karfreitag hinterließen die Schüler mit Kreide allerlei Botschaften entlang des Häfler Seeufers. | Bild: Christina Bömelburg

Beispielsweise übersetzt: "Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können uns ändern, um uns eine Zukunft zu geben."

Schon am Karfreitag schrieben die Schüler mit Kreide Botschaften entlang des Seeufers.
Schon am Karfreitag schrieben die Schüler mit Kreide Botschaften entlang des Seeufers. | Bild: Christina Bömelburg