Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses stimmten am Montagabend dem Vorschlag der Verwaltung zu, die Bürgermeisterwahl am 1. Oktober durchzuführen. Ursprünglich hatte es ein Verfahren geben sollen, dass die Wahl schon am 23. Juli hätte möglich machen sollen.

Oberbürgermeister Andreas Brand entschuldigte sich bei den Ratsmitgliedern. "Uns ist ein Fehler bei der Einhaltung der Fristen unterlaufen", sagte Brand. Gleichzeitig entschuldigte er sich auch bei Dieter Stauber, denn er sei dadurch in den Fokus geraten. Mittlerweile ist es sehr wahrscheinlich, dass der derzeitige Fraktionschef der SPD-Gemeinderatsfraktion seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt verkünden wird. Stauber weilt zwar derzeit im Urlaub und ist für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Doch Wolfgang Sigg, Vize-Fraktionschef, bestätigte gegenüber dem SÜDKURIER, dass die SPD-Fraktion Staubers mögliche Kandidatur begrüße und unterstützen werde.

Die Abstimmung des Verfahrens wurde bereits im Ältestenrat besprochen, dem eigentlich auch Dieter Stauber angehört. Doch bei der entscheidenden Sitzung wurde er von seinem Vize Wolfgang Sigg vertreten, wie dieser gegenüber dem SÜDKURIER bestätigte. Dieser Umstand spricht ebenfalls dafür, dass Dieter Stauber als Nachfolger von Holger Kretzer heiß gehandelt wird. Die SPD hat das Vorschlagsrecht für den dritten Bürgermeisterposten.

"Holger Krezer wurde Ende April aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand entlassen", teilte OB Brand mit. Er wünschte ihm alles Gute und dankte den Mitarbeitern im Rathaus für ihre Arbeit während Krezers Abwesenheit. Wenn der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Montag, 18. Juni, der Beschlussempfehlung des Verwaltungsausschusses folgt, wird der Bewerbungsschluss auf den 23. Juli festgelegt. Die Vorstellung der Kandidaten in den Fraktionen soll dann in der Woche nach den Sommerferien stattfinden.