Ab kommenden Mittwoch wird die Messe Friedrichshafen wieder zum Eldorado für die Fahrrad-Branche. Schon zum 26. Mal präsentieren Aussteller aus aller Welt die neuesten Fahrrad-Modelle und geben einen Ausblick in die Zukunft. "Die Messehallen sind gut gefüllt. Wir erwarten rund 40 000 Fachbesucher", erklärt Messe-Projektleiter Dirk Heidrich. Auch Messechef Klaus Wellmann freut sich auf die Neuauflage der Eurobike: "Wir sind die wichtigste Präsentationsplattform in der Fahrradbranche. Hier bildet sich die gesamte Bandbreite des Fahrrads ab und hier werden die Neuheiten präsentiert."

Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr wieder die E-Bikes, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Ob Rennrad, Lastenfahrrad oder Mountainbike – kaum ein Zweirad kommt mehr ohne Motor daher. Die fortlaufende Digitalisierung macht auch vor den Rädern nicht halt. Der anhaltende Trend zum E-Bike verlangt neben neuen Fahrradmodellen auch nach langanhaltenden Akkus, kräftigeren Motoren sowie neuen Integrationslösungen.

Drei Tage lang bleibt die Branche unter sich. Erst am Samstag, 2. September, hat die Öffentlichkeit Zutritt zur Messe. Der Publikumstag, der so genannte "Festival Day", der bisher fester Bestandteil der Messe war, findet allerdings in diesem Jahr vorläufig zum letzten Mal statt. 2018 wird es ihn nicht mehr geben. Grund war Kritik etlicher Aussteller im letzten Jahr am Zeitpunkt der Messe, der für viele Ende August/Anfang September zu spät sei. Bereits 2016 hatten einige große Hersteller wie Kalkhoff, Focus oder Cube ihre Teilnahme an der Eurobike abgesagt, die Zahl der Fachbesucher ging 2016 um 6,7 Prozent zurück.

 

Neuheiten auf der Eurobike

  • Lhasa E R2500i
    Lhasa E R2500i
    Lhasa E R2500i | Bild: Mommsen
    E-Mountainbike mit integriertem Akku Das komfort-orientierte vollgefederte MTB mit "All Terrain Bike"-Charakter von Centurion wurde für das Modelljahr 2018 komplett neu entwickelt. Es zeichnet sich durch eine Vollintegration des neuen Bosch PowerTube Akkus aus. Dadurch gibt es mehr Platz für Flaschenhalter und die Optik wirkt aufgeräumt. Inspiriert wurde die Lhasa Reihe vom Lhasa-Kathmandu, einem Mountainbike, mit dem Gründer der Marke Wolfgang Renner 1987 erstmals den Himalaya überquerte.

    Preis: 3800 Euro
  • Project Y
    Project Y
    Project Y | Bild: Mommsen
    Vorreiter im E-Rennrad-Sektor Maximale Performance zu jeder Zeit und auf jeder Strecke liefert eines der ersten Elektro-Rennräder von Focus. Der Radfahrer spürt die E-Unterstützung erst, wenn sie benötigt wird und ohne störenden Tretwiderstand. Der Antrieb unterstützt bis zu 400 Watt und liefert maximale Leistung in jeder Situation.

    Preis: Zwischen 6000 und 8000 Euro (bisher gibt es nur einen Prototypen)
  • Rennrad Urgestalt
    Rennrad Urgestalt
    Rennrad Urgestalt | Bild: Mommsen
    Das sportive High-End-Rad der Firma Lightweight aus Friedrichshafen, das parallel auch immer mehr im urbanen Alltag zu sehen ist.

    Preis: 3800 Euro (nur der Rahmen)
  • GSD
    GSD
    GSD | Bild: Mommsen
    Erstes Lastenfaltrad mit Elektroantrieb Ein Pedelec, das eine neue Kategorie definiert: "Compact Utility". Das GSD von Tern transportiert zwei Kinder sowie den kompletten Wocheneinkauf, trägt 180 kg und ist keine 180 cm lang - und damit kürzer als ein Hollandrad. Durch Terns Falt-Technologie passt es locker in einen VW-Touran oder auch in die Wohnung. Das Rad für die ganze Familie ist für Fahrergrößen von 150 bis 195 cm geeignet. Angetrieben wird das GSD bis zu 250km weit von einem Bosch Performance Mittelmotor mit bis zu zwei Akkus.

    Preis: 3999 Euro
  • Packster 40
    Packster 40
    Packster 40 | Bild: Mommsen
    Kleines und handliches E-Lastenrad mit viel Stauraum Das Packster 40 ist ein Crossover E-Cargo Bike von Riese & Müller. Es verbindet Lasten- und Kindertransport mit dem Komfort eines agilen E-Bikes. Den 40 cm großen Ladebereich gibt es mit Carry System, einem Korb, der zusätzlich mit einem Sitz für ein Kind ausgestattet werden kann. Durch die kurze, schlanke und kompakte Silhouette und das Gewicht von unter 30kg lässt sich das Rad besonders gut fahren.

    Preis: Ab 3999 Euro
  • Klever X-Speed
    Klever X-Speed
    Klever X-Speed | Bild: Mommsen
    Das X-Speed von Klever Mobility aus Köln macht den Akku zum zentralen Thema und definiert bewusst den Unterschied zum herkömmlichen Fahrrad. Der "loop frame" integriert den Akku formschlüssig, sein abknickendes Oberrohr ergibt ein Unisex-Rahmendesign mit reduzierter Überstandshöhe. Das S-Pedelec mit 600 Watt starkem Heckmotor und Energierückgewinnung, Shimano Deore XT-Schaltwerk, 11fach-Kassette, Federgabel mit 80 mm Federweg und hydraulischen Magura MT4-e Bremsen stellt im Alltag eine Alternative zum Auto dar. Es fährt bis zu 45 Km/h schnell. Dafür ist ein Kennzeichen nötig.

    Preis: 4899 Euro
  • Outback-Tourenbike
    Outback-Tourenbike
    Outback-Tourenbike | Bild: Mommsen
    Mit dem Outback kann man mehrtägige Bike-Touren im Selbstversorgermodus unternehmen. Das Pinion-Getriebe sorgt für einen ausgeglichen Schwerpunkt und bietet ein breites Gangspektrum für steile Anstiege und technisches Gelände. Der Gates Carbon Drive Riemen ist nahezu wartungsfrei.

    Preis: Ab 3500 Euro
  • Velosock Indoor Bike Cover
    Velosock Indoor Bike Cover
    Velosock Indoor Bike Cover | Bild: Mommsen
    Der Velosock ist eine kreative Lösung für die Lagerung von Fahrrädern in Wohnräumen und für den einfachen Transport im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Velosock hält die Umgebung sauber und schützt Böden vor schwarzen Reifenmarkierungen. Passend für 99 Prozent aller Fahrräder. Er absorbiert Feuchtigkeit, trocknet schnell, schützt das Fahrrad vor Rost und ist waschmaschinengeeignet.

    Preis: 49 Euro

Auch bei dieser Eurobike sind einige großen Hersteller wie die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG), Cube, Trek oder Felt nicht dabei. Als Konsequenz wird die Eurobike 2018 bereits am Sonntag, 8. Juli, starten und wird sich ausschließlich an das Fachpublikum wenden. "Damit wollen wir den Business-Charakter der Eurobike stärken", erklärt Projektleiter Dirk Heidrich. Zwar sei es bedauerlich, dass es keinen Publikumstag mehr geben werde, doch sei dies mehrheitlicher Wunsch der Aussteller gewesen, fügt Heidrich hinzu. Messechef Klaus Wellmann ist dagegen zuversichtlich, dass es "mittelfristig" wieder einen Zugang für die Öffentlichkeit geben werde. "Wann das genau sein wird, kann ich aber noch nicht sagen", erklärt Klaus Wellmann. Tatsächlich waren die Publikumstage immer ein Renner – allein im letzten Jahr, als es zwei Tage für die Öffentlichkeit gab, kamen 34 400 Besucher zur Eurobike.

Für zehn SÜDKURIER-Leser gibt es am Donnerstag, 31. August, um 14 Uhr eine exklusive Führung auf der Eurobike. Jeder Gewinner darf einen weiteren Teilnehmer mitbringen. Sie wollen dabei sein? Dann die Glücksnummer 0 13 79/37 05 00 17 wählen (ein Anruf im Festnetz der DTAG kostet 50 Cent Mobilfunkpreise abweichend). Bitte Vor- und Nachname und Telefonnummer angeben. Teilnahmeschluss ist am Montag, 28. August, 10 Uhr. Die Gewinner werden am Mittwoch, 1. September, veröffentlicht.