Das Ziel der Stadt ist es, künftig Kulturangebote für alle Altersgruppen zu schaffen und mehr Freiräume für neue Ideen und neue Kulturkonzepte zu entwickeln. Auch die Frage, ob es in der Stadt die Möglichkeit gibt, mehr Open-Air-Veranstaltungen anzubieten, soll geklärt werden. Dazu soll nun ein Kulturentwicklungskonzept erarbeitet werden, dass Mitte 2019 stehen könnte. Dem stimmten die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses am Mittwoch einstimmig zu. "Wir möchten damit vor allem das kulturelle Profil Friedrichshafens schärfen", sagte Bürgermeister Andreas Köster in der Sitzung.

Vorangegangen war eine Analyse des bestehenden Kulturangebotes und die Benennung von Stärken und Schwächen sowie eine Bestandsaufnahme der Kulturstandorte in der Stadt. Dafür hatte sich Köster ein Team zusammengestellt, das aus Mitarbeitern des Kulturbüros, seiner Referentin Sabine Wiggenhauser, Matthias Klingler, Chef des Graf-Zeppelin-Hauses, Thomas Goldschmidt, Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH, sowie Akteuren der Kulturszene und Vertreter des Kulturforums Fallenbrunnen bestand. Sie kamen zu dem Schluss, dass gerade im Bereich der "jüngeren" Kultur noch Bedarf bestehe, dass die Vielfalt der Häfler Kultur zu wenig in der Region bekannt sei und dass zu wenig bekannte Rock- oder Popstars in Friedrichshafen auftreten. Neben diesen Schwächen erarbeitete das Team um Köster aber auch die Stärken der Häfler Szene: Viele Kulturfestivals unterschiedlicher Ausrichtung oder ein vielseitiges und qualitativ hochwertiges Programm.

"Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst jetzt", sagte Köster. Im nächsten Schritt, etwa ab Juni diesen Jahres, wird es einen Auftaktworkshop und parallel eine Online-Befragung der Bürger geben, um möglichst viele Ideen zu sammeln. Anschließend werden Expertenworkshops das neue Konzept erarbeiten. "Ende 2018 könnte dann bereits ein erster Zwischenbericht fertig sein", erläuterte Thomas Goldschmidt. Köster lobte die bisher geleistete Vorarbeit. "Damit ist ein lebendiger Prozess gestartet, der alle Beteiligten näher zusammenbringt", so Köster.