"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", zitierte der neue Schulleiter Martin Müller-Schöll zu Beginn seiner Ansprache Hermann Hesse. Der neue Schulleiter möchte an der Don-Bosco-Grundschule in Ettenkirch ein Bewegungsprofil ausbauen. Bewegung fördere auch das übrige Lernen, sagte der Schulleiter. Ebenso plant Müller-Schöll, ein Schülerparlament zu initiieren. So solle das Demokratieverständnis der Kinder wachsen, das man nicht später auf weiterführenden Schulen "durch Auswendiglernen" lerne. Die jahrgangsgemischten Klassen sollen beibehalten werden.

Martin Müller-Schöll leitete bereits im vergangenen Schuljahr kommissarisch die Schule. Zuvor war er Schul-Evaluator für das Land Baden-Württemberg. Der Leiter des Amtes für Bildung, Familie und Sport der Stadt Friedrichshafen, Reinhard Friedel, zeigte sich froh, dass die Stelle besetzt werden konnte. Dies sei bei kleinen ländlichen Schulen wie Ettenkirch nicht selbstverständlich, wie Friedel und weitere Redner bei der Feier betonten.

Auch hinsichtlich der Zukunft der Don-Bosco-Schule hatte es Überlegungen gegeben, sie organisatorisch als Außenstelle der Ailinger Grundschule zu strukturieren. Der Ettenkircher Ortsvorsteher Achim Baumeister war erleichtert, dass Ettenkirch mit der Neubesetzung der Schulleiterstelle als eigenständiger Schulstandort gesichert und zukunftsfähig sei.

Die Einsetzungsfeier verlief dank der Tänze und Lieder, die die Grundschüler aufführten, ganz nach dem bekannten Motto Don Boscos: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen." Höhepunkt war ein eigens für den neuen Rektor gedichtetes und von allen Kindern vorgetragenes Lied.

Auf den Namensgeber der Schule, der sich im 19. Jahrhundert in Turin als Priester und Pädagoge um benachteiligte Kindern gekümmert hat, nahm der neue Schulleiter während der Feier jedoch konkret keinen Bezug. "Jeder Schüler soll so angenommen werden, wie er ist, und jeder soll sein Potential entwickeln können", sagte Martin Müller-Schöll abschließend auf die Frage, was ihm am Herzen liege.