Das Zeppelin Museum wartet ab Samstag mit einer neuen Attraktion auf: Mit dem neuen Zeppelin-NT-Simulator dürfen Museumsbesucher für einige Minuten in die Rolle eines Luftschiff-Kapitäns schlüpfen. "In einer kurzen Einführung lernt man erst die Steuerung des Zeppelins kennen und dann beginnt die Herausforderung", erklärt Pressesprecherin Simone Lipski. Diese besteht darin, mit dem Luftschiff über die virtuelle Ostsee zu fliegen und sogenannte Meereswirbel aufzuspüren.

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Simulation ist nah an der Realität

Die Idee dazu entstand in Zusammenarbeit mit dem Verkehrshaus der Schweiz in Luzern, mit dem das Zeppelin Museum nach einem möglichst realen Anwendungsgebiet suchte, das die Themen Umwelt und Klimawandel behandelt. Gemeinsam mit der Zeppelin Luftschifftechnik (ZLT) stießen die Verantwortlichen auf die Arbeit des Helmholtz Zentrums in Geesthacht. Dort hatten Forscher im Juni 2016 damit begonnen, mithilfe eines Zeppelins Messungen zu Meereswirbeln in der Ostsee durchzuführen. "Mit dem Simulator erlebt man also ein sehr realitätsnahes Szenario, das macht es noch interessanter", sagt Simone Lipski.

Video: Svenja Graf

Zusammenarbeit mit ZLT Friedrichshafen und Verkehrshaus der Schweiz

Der Simulator, der aus zwei großen Bildschirmen und einer Konsole mit zwei Steuerungshebeln besteht, wurde extra für das Zeppelin Museum gebaut. Dazu wurde im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ein Prototyp erstellt, der im Anschluss an die Bedürfnisse des Häfler Museums angepasst wurde. Die Steuerungskonsole ist nun höhenverstellbar und damit barrierefrei und die Simulation kann in verschiedenen Sprachen gestartet werden. Finanziert hat das Museum die neue Anschaffung gemeinsam mit dem Verkehrshaus der Schweiz und der ZLT Friedrichshafen.

Video: Graf, Svenja

Ab Samstag, 13. April, ist der Simulator im Einsatz. Die Benutzung ist für Museumsbesucher kostenlos.