Nach der Berichterstattung über die beengte Situation in den neuen Räumen, wollen sich Gemeinderäte aus verschiedenen Fraktionen für eine andere Lösung einsetzen – und das Thema nochmal unter dem Punkt Verschiedenes im Kultur- und Sozialausschuss am Mittwoch, 2. Februar, (16 Uhr, Rathaus) besprechen.

"Wir geben den Autrag an die Verwaltung, zu prüfen, inwiefern der Familientreff auch im geplanten Mehrgenerationenhaus im Karl-Olga-Park untergebracht werden kann", erklärt SPD-Gemeinderätin Christine Heimpel ihre Idee. Bisher sind dort eine Kita und ein Seniorenheim vorgesehen. Als Vorbild nennt Pädagogin Heimpel das Haus Josefine Kramer in Tettnang, wo sich eine städtische Kita, ein Familienzentrum, ein Familientreff und mehrere Selbsthilfegruppen und Initiativen unter einem Dach befinden. Heimpel kam selbst 1993, also kurz nach der Gründung des Familientreffs zum Verein und war lange Zeit Vorstand der Insel. Ihr liegt die Zukunft des Treffs am Herzen. "Mir haben mehrere Räte aus verschiedenen Fraktionen Unterstützung signalisiert", sagt sie. Als schnelle Lösung schlägt sie eine Erweiterung der Räume in der Scheffelstraße vor. "Der Familientreff könnte das komplette Haus mieten", sagt Heimpel, "das wären Mehrkosten von rund 5000 Euro."

Bei Birgit Müller, Vorstand und Kassier beim Familientreff Insel, ist die Freude über das Engagement der Gemeinderätin groß. "Natürlich ist noch nichts entschieden, aber es wäre wirklich sehr schön, eine Perspektive zur Scheffelstraße zu haben", sagt sie. Dort stoße der Familientreff an seine Grenzen, könne angedachte Projekte und Angebote in der Integrationsarbeit nicht umsetzen. So sei beispielsweise mit der städtischen Stabstelle Integration ein Projekt für Flüchtlingskinder geplant, für das größere Räume benötigt werden würden. "Wir sind froh, dass nun was ins Rollen kommt", so Müller.