Mit dem Jahreswechsel wird die Stadt um ein Fachgeschäft, mit dem etliche Häfler schöne Erinnerungen verbinden dürften, ärmer. Haben sie sich hier doch zum Beispiel als werdende Eltern für die Zeit mit ihren Kindern ausgestattet. „Bübchen und Mädchen“ schließt zum 31. Dezember – sowohl in Friedrichshafen, wo es das Babyfach- und Spielwarengeschäft seit 1987 gibt, als auch in Konstanz, wo die Eröffnung 1994 folgte.

„Ein Einzelhändler ist immer auch ein Einzelkämpfer.“
Monika Fischer

„Es ist wirklich schwierig geworden“, erklärt Geschäftsführerin Monika Fischer auf Anfrage des SÜDKURIER. Bei der Entscheidung, die Läden zu schließen, hätten mehrere Punkte eine Rolle gespielt. Einer ist fraglos der Internethandel. Das Netz und die „daraus resultierenden Rabattschlachten“ haben die Freude am Verkauf genommen, wird auf der „Bübchen und Mädchen“-Webseite erklärt. Weitere Punkte, die hier aufgeführt werden: die neue Datenschutzverordnung und schwierige Lieferbedingungen. In den vergangenen Jahren seien die Hürden immer größer geworden.

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Suche nach Nachfolger erfolglos

„Ein Einzelhändler ist immer auch ein Einzelkämpfer“, fasst Fischer zusammen. Diesen Kampf wollen die Familie Fischer in Friedrichshafen und die Familie Kurtz in Konstanz nun nicht mehr länger ausfechten. Und auch die Suche nach einem Nachfolger sei letztlich erfolglos gewesen, schildert Fischer. So sehr es sie hörbar bewegt, über die Schließung in drei Monaten zu sprechen, so sehr freut sie sich zugleich über die Rückmeldungen, die die Familie ihr zufolge seit Bekanntwerden der Entscheidung auf verschiedensten Kanälen erreichen. Bei Facebook sind Reaktionen öffentlich zu lesen. Ein Beispiel: „Meine Kinder werden euch vermissen.“