Die neunjährige Lili und ihre fünfjährige Schwester Mia sind ziemlich aufgeregt. "Wie er wohl aussieht? Ob er fliegen kann?", fragen sich Mia und Lili interessieren sich unter anderem dafür, wie groß die kleine Elfe sein wird. Natürlich kennen sie Peter Pan und Tinker Bell schon aus dem Fernsehen. Dass sie die Karten für "Peter Pan – Das Musical" von ihren Großeltern zu Weihnachten geschenkt bekommen haben und sich auf zwei spannende Stunden im Graf-Zeppelin-Haus freuen dürfen, das ist für die beiden Häfler Mädels aber doch etwas Besonderes. Nicht weniger Vorfreude bei den älteren Familienmitgliedern. "Klasse, dass es hier für Kinder solch' tolle Angebote gibt", sagt Mama Silke Szczansky. "Schön, dass wir das alle gemeinsam machen können", befindet auch Oma Ulrike Lehmann, die einen Ausflug aus Stetten a.k.M. nach Friedrichshafen gemacht hat.

Genug der Vorrede. Jetzt aber endlich ab ins Nimmerland. Dorthin, wo Kinderträume wahr werden und wo der Titelheld des Musicals einfach nicht wachsen und groß werden will. Warum auch. "Wer ein Kind bleiben will, ja der bleibt immer frei", singt er mit entwaffnender Logik. Die Bühne wird zum kunterbunten Kinderzimmer, das sich in Windeseile und quasi im Flug in die sagenumwobene Insel, später sogar zum Piratenschiff verwandelt. Bei flotten Musicalsongs wippen schnell die ersten Füße. Klasse sehen sie aus, die Musical-Helden. Natürlich kann Peter Pan fliegen. Und Tinker Bell ist wunderschön anzuschauen – und gar nicht mal so klein. Na ja, der schreckliche Käpt'n Hook wirkt schon ein bisschen gruselig – aber das soll ja auch so sein.

Dafür ist das angeblich so angsteinflößende tickende Krokodil umso niedlicher. Als aber die gute Tinker Bell vom bösen Käpt'n vergiftet wird und zu sterben droht, da hilft nur eins. "Glaubt ihr an Elfen?", fragt Peter Pan mit großer Sorge in die Runde. Nur mit einem kräftigen und wiederholten "Jaaa" aus Hunderten von Kinderkehlen kann alles gut werden. Und es wird alles gut.

Das Musical – vom Kindertheater "Liberi" auf die Bühne gebracht – wird den Erwartungen in jeder Hinsicht gerecht. Dazu trägt die kindgerechte Präsentation bei, die sehr gute Textverständlichkeit, die eingängigen Melodien und nicht zuletzt natürlich die geglückte Rollenbesetzung. Sasha Bornemann als Peter Pan, Rebecca Hofbauer als Wendy, Ann-Christin Pape als Tinker Bell, sowie Marlon Hangmann, Laura Reinhardt und Tobias Ziebold in ihren Mehrfachrollen finden sofort den Draht zu ihrem kleinen und großen Publikum. Zwei köstliche Stunden und Spaß für die gesamte Familie!