Seit 25 Jahren ist der 51-jährige Werner Nuber bei der SPD. Mit 5615 Stimmen wurde er bei der Kommunalwahl zum Stadtrat gewählt. Der Sozialpädagoge stammt aus Neukirch und lebte lange im Raum Stuttgart. Vor 19 Jahren zog er nach Friedrichshafen in den Ortsteil Schreienesch. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Schon lange in SPD-Vorstandsgremien tätig

Nuber ist Leiter des Bereichs Jugendhilfe des Vereins Arkade mit Sitz in Ravensburg, einem Träger gemeindepsychiatrischer Hilfen und der freien Jugendhilfe, sowie Vorsitzender des SPD-Ortsvereins in Friedrichshafen. Er ist schon lange in SPD-Vorstandsgremien tätig und war im Bodenseekreis übergangsweise Kreisvorsitzender.

„Ich will mich bekennen“

„Ich bin seit meiner Jugend politisch engagiert“, erzählt Nuber. Konkreter Anstoß für seinen Eintritt in die SPD seien rechte Übergriffe in den 90er Jahren gewesen, bei denen auch ein Mensch zu Tode kam. „Ich will mich bekennen“, sagt Nuber. Die SPD und die CDU seien für ihn, trotz der zuletzt teilweise schlechten Wahlergebnisse, noch immer die einzigen Volksparteien.

Das könnte Sie auch interessieren

Volksparteien seien bemüht, alle Gruppen zu vertreten

Dies macht er nicht an der Stimmenzahl fest, sondern daran, dass sie bemüht seien, alle gesellschaftlichen Gruppen zu vertreten. „Der gesellschaftliche Zusammenhalt kann nur funktionieren, wenn man möglichst alle Ansprüche berücksichtigt“, erläutert Nuber seine Meinung. Bei den notwendigen Interessensabwägungen müsse ein möglichst idealer Kompromiss herausgefiltert werden. „Diesen Anspruch muss man eigentlich immer haben.“

Wunsch nach Mobilitätsmanager in der Stadt

Mit Blick auf die Arbeit im neuen Gemeinderat wünscht er sich die Schaffung der Stelle eines Mobilitätsmanagers, der den gesamten Verkehr im Blick habe. Er selbst nutze für die Fahrt zur Arbeit in Ravensburg die Bodensee-Oberschwaben-Bahn. „Ich wäre bescheuert, mit dem Auto zu fahren.“ Die Umwelt liegt ihm am Herzen. Er sei im Jahr 2000 der Erste im Stadtgebiet gewesen, der eine Fotovoltaikanlage in seinem Haus installieren ließ. Nuber ist überzeugt, dass das Überleben der Menschheit, Stichworte Klimawandel und steigende Weltbevölkerung, von den technischen Innovationen abhänge.

Gut: Abwärme von MTU für Nordstadt nutzen

Das Vorhaben, die Abwärme von MTU für die Nordstadt zu nutzen, begrüßt er und würde sich wünschen, dass sein Wohngebiet vollständig an das Blockheizkraftwerk bei der Berufsschule angeschlossen würde. Die geplante Erweiterung von Liebherr sieht er differenziert. „Es ist nicht ganz bescheuert, hier Ausbildungsplätze zu schaffen.“ Dafür jedoch ein Waldstück zu roden, sehe er kritisch.