Die Radfahrergruppe der Dualen Hochschule (DHBW) startete am Samstag unter dem Motto "e-Radria" in Richtung Kroatien. Insgesamt 937 Kilometer von Friedrichshafen bis in die größte Stadt Istriens, Pula, sind geplant.

Nach dem Wintereinbruch der vergangenen Woche war das Wetter am Samstag kalt, aber endlich wieder sonnig. Die Fahrt am Bodensee, am Rhein und über Feldkirch und Bludenz führte am ersten Tag über 130 Kilometer nach Stuben am Arlberg. Die Königsetappe der gesamten Tour war bereits am zweiten Tag zu meistern, wobei das winterliche Wetter eine besondere Herausforderung darstellte. Bei der Fahrt von Stuben früh morgens auf den verschneiten Arlbergpass kam bald die Sonne heraus, so dass die Minustemperaturen ihren Schrecken verloren. Dick eingepackt in warme Kleidung sausten die Radler von der Passhöhe auf 1800 Meter hinunter nach St. Anton und weiter abseits der Hauptstraße Richtung Landeck. Im Inntal kehrten frühlingshafte Temperaturen ein und die landschaftlich schöne Strecke durch grüne Wissen mit blühenden Bäumen bildete einen großen Kontrast zu der winterlichen Bergwelt am Arlberg. Nach einem Kurzbesuch in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck wurde der letzte Anstieg Richtung Brenner in Angriff genommen. Die Etappe endete in Steinach am Brenner nach 150 Kilometern Strecke und 1200 Höhenmetern. Die Radgruppe war glücklich, aber müde angekommen.

Für die acht Studenten der DHBW ist es die erste Tour dieser Art, und sie organisieren die Tour als Projektarbeit im Rahmen ihres Studiums. Als studentischer Projektleiter ist Nicolai Kerschl verantwortlich für das Gelingen der Tour. Seine Kollegen sind für die Finanzierung oder Tourenplanung zuständig, denn bei der Fahrt soll nichts dem Zufall überlassen werden. Improvisationsgeschick ist gefragt, wenn zum Beispiel die Technik eines E-Bikes streikt oder eine Strecke gesperrt ist. So war bis zuletzt nicht sicher, ob wegen der Sperrung des Arlbergtunnels für Kraftfahrzeuge das Radfahren über den Arlbergpass überhaupt erlaubt sein würde.

Den ersten Höhepunkt der Tour erreichte die e2rad-Gruppe mit dem Arlbergpass auf 1800 Meter bei bestem Wetter.
Den ersten Höhepunkt der Tour erreichte die e2rad-Gruppe mit dem Arlbergpass auf 1800 Meter bei bestem Wetter.

Jürgen Brath ist von Anfang an als Initiator und Professor der Studenten bei den E-Biketouren mit von der Partie, er fährt aber grundsätzlich mit einem Rad ohne Antrieb, was nur mit sehr guter Kondition zu schaffen ist. Auch einige der externen Teilnehmer wussten bereits, auf was sie sich bei den 930 Kilometern von Friedrichshafen bis nach Pula in Istrien einlassen, denn sie waren auf den bisherigen e2rad-Touren nach Venedig, Brüssel, Berlin, Monaco oder an den Ärmelkanal dabei.

Die nächsten Etappen werden über den Brenner, durch das Pustertal, Gailtal nach Udine, Triest an die Adriaküste führen.

Die Gruppe freut sich in Friedrichshafen auf die achttägige Radtour an die Adria.