Seit 1991 gehörte Mathilde Gombert zum Häfler Gemeinderat, nun aber ist Schluss, denn die Vorsitzende der Grünen-Fraktion wird schon bald nach Freiburg zu ihrer Familie ziehen. Sie selbst erklärte bei ihrer offiziellen Verabschiedung am Montag, warum sie nicht das Ende der Legislaturperiode abgewartet habe, so: "Wann ist der richtige Zeitpunkt, zu gehen? Es gibt dafür ganz sicher keine allgemeingültige Antwort. Für mich war dieser Zeitpunkt nun gekommen, auch wenn es mir es mir nicht leicht fällt, Friedrichshafen zu verlassen."

Lob für Gomberts Sinn für Gerechtigkeit

Oberbürgermeister Andreas Brand dankte ihr für ihr jahrelanges Engagement als Stadträtin. "Sie können hartnäckig sein und Themen mit viel Nachdruck verfolgen. Aber Sie können auch gut zuhören und lassen sich auf echte und faire Diskussionen ein", sagte der OB. Gomberts ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit sei ein wichtiger Charakterzug, den die Mitglieder des Gemeinderates sehr schätzten. "Ihr Lachen, ihr Schmunzeln und Ihre ausgleichende Art, die wird uns allen sehr fehlen", fügte Andreas Brand an Mathilde Gombert gerichtet hinzu. Als Geschenk bekam sie einen Häfler Geschenkgutschein, verbunden mit der Hoffnung, "dass Sie uns immer wieder einmal besuchen kommen", wie es der OB formulierte. Dazu gab es noch das Buch "111 geheime Orte in Freiburg", passend zu ihrem neuen Wahl-Wohnort. "Genießen Sie Ihre Freiheit!" rief Andreas Brand ihr zu.

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Grüne schenken ihr einen Bürgerbaum

Auch Gerhard Leiprecht hielt eine kurze Rede zu Ehren Gomberts. Er bedankte sich für ihre "hervorragende Fraktionsführung", verbunden mit viel Einfühlungsvermögen. Ihre Parteikollegen schenkten ihr einen Bürgerbaum, der – so Leiprecht – "am Besten auf einem nicht mehr benötigten Parkplatz gepflanzt werden" soll. Gombert bedankte sich gerührt und erinnerte an ihre Anfänge als Stadträtin. "Damals wurde das Wirken der Grünen nicht wirklich von allen goutiert", erzählte sie schmunzelnd. Stolz sei sie darauf, dass ihre Fraktion so diskussionsfreudig sei, manches Mal auch bis spät in die Nacht. Ihrer Nachfolgerin Dagmar Mader wünschte sie viel Glück.

Dagmar Mader
Dagmar Mader | Bild: Mommsen, Kerstin

Danach verließ sie zum aller letzten Mal unter viel Applaus den großen Sitzungssaal des Rathauses, um nun neue Wege zu gehen.

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