Ein langer Streit um das ehemalige Traube-Areal zwischen dem Ortschaftsrat und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) Friedrichshafen ist damit beendet.

14 Wohnungen und Tiefgarage

An einem runden Tisch haben sich Stadt, Ortschaftsrat und SVG nach Jahren geeinigt, dass dort ein dreigeschossiges Wohnhaus mit 14 Wohneinheiten, einer Tiefgarage mit elf Stellplätzen plus sechs oberirdischen Stellplätzen entstehen soll. Dem überarbeiteten Entwurf hat der Ortschaftsrat Kluftern nun zugestimmt. Eine erneute Nachbarschaftsanhörung steht noch aus.

Gebäude wird kürzer, aber höher

Gegenüber dem vorherigen Entwurf ist die wichtigste Veränderung, dass statt bisher sieben Wohnungen 14 entstehen und die Gewerbeflächen entsprechend reduziert werden. Weitere Änderungen sind nach den Ausführungen von Ortsvorsteher Michael Nachbaur: Die Länge des Gebäudes an der Gangolfstraße wird um 3,70 Meter auf jetzt 32 Meter reduziert; von der Straße wird das Gebäude 70 Zentimeter weggerückt; die Idee eines Glaszwischenbaus wurde fallengelassen, es wird eine helle Klinkerfassade geben statt einer dunklen; die Dachneigung beträgt jetzt 45 Grad statt bisher 35, wodurch sich die Firsthöhe um 83 Zentimeter erhöht.

Lob und Kritik aus dem Rat

Walter Zacke (Bürgerliste Pro Kluftern) fand den erneuten Diskussionsprozess "toll". "Es war ein guter Prozess und es ist noch einmal voll in die Planung eingestiegen worden", meinte Nachbaur. Beatrix Popp (Bürgerliste Pro Kluftern) kritisierte allerdings weiterhin die Tiefgaragenzufahrt im Kurvenbereich der Gangolfstraße. Sie und ihre Fraktionskollegin Rita Polzer enthielten sich der Stimme.

Gasthof bei Brand 1997 zerstört

Die Geschichte des Grundstücks ist lang. Einst stand hier der Gasthof Traube. 1994 sollte das Gebäude nach langem Leerstand abgerissen werden, was nicht geschah. Drei Jahre später brannte das Gebäude nieder und die Diskussionen um die künftige Bebauung begannen. 2010 erwarb das Grundstück schließlich die SWG und es gab verschiedene Entwürfe, die aber aus verschiedenen Gründen wieder in der Versenkung verschwanden. Das Grundstück in der Ortsmitte verwilderte jahrelang zum Missfallen vieler Klufterner.