Friedrichshafen (dim) Mit insgesamt 1,9 Millionen Euro fördert das Land das im Häfler Stadtquartier Fallenbrunnen entstehende regionale Innovations- und Technologiezentrum (RITZ). Nach einer Mitteilung des noch amtierenden Landeswirtschaftsministers Nils Schmid (SPD) von Montag wird das Leuchtturmprojekt „BodenseeInnovativ“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von 1,3 Millionen Euro gefördert. Das Land stellt daneben 530.000 Euro dafür bereit. „Das Zentrum soll die Innovationskraft der Unternehmen stärken. Vor allem die kleinen und mittleren Firmen sollen davon profitieren – aber auch für die Großunternehmen in der Bodenseeregion ist das Zentrum ein großer Vorteil," so Minister Schmid.

Untergebracht werden soll das Technologiezentrum in einem neuen Gebäude, das im Fallenbrunnen gebaut werden soll. Wie Tobias Wedi von der städtischen Wirtschaftsförderung im März dem Gemeinderat schilderte, soll bis Ende 2018 im Fallenbrunnen das RITZ-Gebäude für rund 13,6 Millionen Euro gebaut werden. Öffentliche Fördergelder in Höhe von insgesamt sieben Millionen Euro werden dafür erwartet.

Das RITZ soll auch als Plattform für überbetriebliche Forschung vor allem für kleinere und mittlere Firmen in der Region dienen. Geplant sei, so Wedi, im RITZ eine kleine, zehn Arbeitsplätze umfassende Niederlassung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einzurichten. In den Labors des RITZ sollen Studenten der nahen Hochschulen mit Profis aus der Praxis zusammenarbeiten.

Neben dem Häfler Gemeinderat hatte sich auch der Kreistag in einer Sitzung im März für das RITZ ausgesprochen. Getragen wird das RITZ je zur Hälfte von der Stadt Friedrichshafen und dem Bodenseekreis. Beide werden sich auch die berechneten Folgekosten von 500.000 Euro jährlich teilen.