Seit 1971 gibt es die hiesige Gruppe der Menschenrechtsorganisation. Bücherflohmärkte organisieren die Mitglieder seit Anfang der 1980er-Jahre regelmäßig. Mit dem Erlös soll Menschen geholfen werden, die aufgrund ihrer Gesinnung oder ethnischen Herkunft eingekerkert, gefoltert oder hingerichtet werden. Der nächste Verkauf findet am Samstag, 13. Oktober, 9 bis 16 Uhr, in der Turn- und Festhalle in der Scheffelstraße statt.

Enorme logistische Herausforderung

„Wir stehen jedes Mal vor einer enormen logistischen Herausforderung und würden den Bücherflohmarkt gern auf mehr Schultern verteilen“, sagt Sprecher Wolfgang Semmt. Über zu wenig abgegebene Bücher können sich die Mitglieder nicht beklagen. Im Gegenteil: Woche für Woche sind sie kräftig am aussortieren. „Ein Kriterium für die abgegebenen Bücher sollte sein, dass man sich selbst vorstellen kann, sie auch im Bett zu lesen“, erklärt Marc Schuller.

In Gespräch über Menschenrechte kommen

Neben dem Bücherverkauf ist der Flohmarkt für die AI-Gruppe auch eine gute Gelegenheit, um im Café ins Gespräch zu kommen, Unterschriften zu sammeln und auf Petitionen aufmerksam zu machen. „Jeder kann helfen, die Grundrechte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte einzufordern und somit die Fluchtursachen zu bekämpfen“, betont Erika Setzer. Am Samstag, 6. Oktober, lädt AI um 17 Uhr zu einer Podiumsdiskussion „Gambia – aktuelle Situation“ ins Graf-Zeppelin-Haus ein, an der unter anderem Halifa Sallah, Parlamentsabgeordneter aus Gambia, teilnimmt.

Gruppe hofft auf Unterstützung für Bücherflohmarkt

Bücher können Dienstag bis Donnerstag, jeweils 7.30 bis 16 Uhr, im Spektrum (Ailinger Straße 38/1), abgegeben werden. Wer die AI-Gruppe kurzfristig beim Bücherflohmarkt unterstützen möchte, kann sich mit Wolfgang Semmt, Telefon 0 75 45/90 10 22, oder Eberhard Wolf, Telefon 0 75 41/4 88 01 67, in Verbindung setzen. Eine weitere Möglichkeit ist, am Freitag, 12. Oktober, um 19 Uhr spontan beim Aufbau in der Festhalle mit anzupacken.