Kultur für alle Zielgruppen an vielen Orten der Stadt, ein besseres Marketing und die Vernetzung von öffentlichen, freien und ehrenamtlichen Akteuren – so sieht es das erste Kulturentwicklungskonzept der Stadt vor. "Dieses Konzept ist kein statisches, sondern ein dynamischer Prozess, der sich stetig weiterentwickeln soll", sagte Bürgermeister Andreas Köster bei der Vorstellung im Rathaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Prozess habe im vergangenen Jahr begonnen, mit öffentlichen Workshops, Expertenrunden und Online-Umfrage. Parallel dazu beschloss der Gemeinderat die Professionalisierung des Kulturhauses Caserne und die Neufassung der Kulturvereinsförderrichtlinien. Das Kulturforum Fallenbrunnen gründete sich und der Bahnhof Fischbach erweiterte sein Angebot und verfügt wieder über eine Gastronomie. Neue Formate wie die Open-Air-Konzerte am Graf-Zeppelin-Haus oder das Kinderkrimifestival entwickelten sich.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Konzept stellt weitere Pläne vor: "Wir wollen einen Familien-Kulturtag auflegen, bei dem Kinder und Eltern gemeinsam Kunst schaffen und sich damit auseinandersetzen", sagt Thomas Goldschmidt, Leiter vom Stadtmarketing. Migranten sollen noch stärker eingebunden und das Angebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ausgebaut werden. Zweimal im Jahr sollen sich Kulturschaffende aus allen Bereichen zur Koordinierung und Vernetzung treffen und der städtische Veranstaltungskalender bekommt ein eigenes Portal. Zur Verbesserung des Marketings setzt Goldschmidt auch auf innovative Konzepte wie Bildschirmwände im öffentlichen Raum.

Das könnte Sie auch interessieren

Vor allem um kleinere Kunst- und Kulturprojekte zu fördern, plant die Stadt eine Form des direkten Sponsorings. "Wir wollen ein Budget einrichten, mit dem wir flexibel reagieren können", sagt Sabine Wiggenhauser, Referentin des Bürgermeisters. Auch den Wunsch vieler Kulturschaffender nach einem zentralen Ansprechpartner für Kulturschaffende hat die Verwaltung aufgenommen. "Dazu wird zu gegebener Zeit eine eigene Beschlussfassung nötig", sagt Wiggenhauser. Der Gemeinderat wird Ende April über das Kulturentwicklungskonzept abstimmen.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €