Konkurrierende Veranstaltungen sollen laut den Verantwortlichen der Messe Friedrichshafen unter anderem der Grund für einen Besucherrückgang bei der Tuning World gewesen sein. Über 10 000 Besucher weniger als im vergangenen Jahr besuchten vom Donnerstag, 10. Mai, bis Sonntag, 13. Mai, die Messe. Während es 2017 etwa 109 200 Besucher waren, fanden dieses Jahr 98 700 Tuning-Begeisterte ihren Weg auf das Messegelände.

"Es gab mehrere Veranstaltungen, die zur gleichen Zeit die gleiche Zielgruppe angesprochen haben", erklärt Sabine Zorell, Pressereferentin der Messe Friedrichshafen. So fand das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vom 10. bis 13. Mai und das Wörthersee-Treffen in Reifnitz vom 9. bis 12. Mai statt. Letzteres lockte 2017 etwa 125 000 Besucher an, während auf dem Nürburgring laut dem Veranstalter ADAC Nordrhein 210 000 Zuschauer waren. Beide Veranstaltungen richteten sich laut Pressereferentin Zorell an Auto- und Tuning-Begeisterte. "An der Qualität unserer Messe hat das nichts geändert. Wir haben von den Ausstellern sehr zufriedene Rückmeldungen bekommen", sagt Sabine Zorell.

Für Projektleiter Dirk Kreidenweiß gehört eine Schwankung der Besucherzahlen dazu. "Es ist außerdem schwierig, das sehr gute Ergebnis aus dem vergangenen Jahr zu übertreffen", sagt der Projektleiter. Neben den konkurrierenden Veranstaltungen sieht Kreidenweiß auch das schöne Wetter und den Muttertag als Verursacher der diesjährigen Schwankung in den Besucherzahlen.

Auch Messechef Klaus Wellmann äußerte sich zu den Zahlen: "In den zurückliegenden acht Jahren lagen wir im Endergebnis immer zwischen 95 000 und 110 000 Besuchern." Mit dem Ergebnis in diesem Jahr sei er sehr zufrieden.

Etwa tausend Fahrzeuge, 204 ausstellende Unternehmen und 155 Clubstände waren am vergangenen Wochenende auf dem Messegelände zu sehen. Der Termin für die nächste Tuning World Bodensee steht auch schon fest: Vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 will die Messe wieder Tuner und Unternehmer nach Friedrichshafen einladen.

Tuner fahren anständig

Auch die Polizei zieht nach dem Tuning-Wochenende eine Bilanz: Größere und längere Stausituationen blieben den Angaben zufolge aus. Insgesamt wurden während den Messetagen 570 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, wovon nur zehn Prozent der Fahrer der Tuning-Szene zuzurechnen sind, so die Polizei. Ein 19-Jähriger wurde bei erlaubten 80 mit 152 Kilometern pro Stunde erwischt. Auf ihn kommt laut den Behörden ein zweimonatiges Fahrverbot und ein Bußgeld in Höhe von 900 Euro zu. Ob auch er auf dem Weg zur Tuning World war, teilten die Beamten nicht mit.