Schon frühzeitig hatten sich am Montagabend nicht nur junge Zuschauer am Gondelhafen versammelt, um sich gebührend vom Seehas zu verabschieden. Das Jugendorchester der Musikschule unterhielt sie unter anderem mit dem Friedrichshafener Heimatlied, bis Trommeln des Seehasen-Fanfarenzugs und des Fanfarenzugs Graf-Zeppelin das Eintreffen des Seehas ankündigten.

Schüler in roten Seehasenfest-Shirts hatten ungeduldig auf der Mole des Gondelhafens darauf gewartet, dem Seehas nochmals lautstark und mit ihren Fähnchen winkend zuzujubeln. Von Bord des Wasserpolizeischiffes, das bereitlag, um ihn wieder auf den See zu bringen, bedankte sich eine Schülerin stellvertretend für die Kinder beim Seehas für all die Freude, die er ihnen gebracht hat: mit dem Hasenklee, beim großen Festumzug, bei vielen Begegnungen auf dem Festgelände. Auch Peter Sikora, der zum zweiten Mal im schwarz-weiß gefleckten Hasenfell steckte, bedankte sich herzlich bei den Kindern für drei sehr schöne Tage und für die vielen Streicheleinheiten. Er versprach: "Ich komme wieder im nächsten Jahr. Darauf freue ich mich ganz besonders, weil wir dann das 70. Seehasenfest feiern."
 

 

Vom Dach des Polizeischiffs, ausdauernd mit seiner großen pelzigen Pfote in alle Richtungen winkend, nahm sich der Seehas viel Zeit, sich bei Groß und Klein zu verabschieden. Dann glitt das Schiff langsam aus dem Gondelhafen hinaus auf den Bodensee, begleitet von Salutschüssen der Bürgergarde, Trommeln und Fanfarenklängen.

"Seehas! Seehas!", riefen ihm die Kinder noch hinterher und ließen grüne und weiße Ballons in die Höhe steigen. Viele bunte Ballons stiegen auch von den beiden Booten der DLRG auf, die das Schiff der Wasserschutzpolizei samt Seehas in Richtung Tiefseemöhrenfeld eskortierten. Seinen Freunden dort werde er berichten: "Ihr seid die nettesten Kinder, die sich ein Seehas nur wünschen kann", hatte er den Kindern zum Abschied versprochen.