Ein weiterer Streik am Flughafen Friedrichshafen ist abgewendet. Nach der heutigen Tarifverhandlung meldet Andreas Schackert von Verdi den erfolgreichen Abschluss der Gespräche, die auch „keine offenen Wunden„ hinterlassen.

„Wir haben heute nach konstruktiven Verhandlungen ein gemeinsames Ergebnis mit dem Arbeitgeber erzielt, das auch Lohnerhöhungen vorsieht“, teilte der Gewerkschaftssekretär heute Abend mit. Das Ergebnis werde nun in den Gremien von Arbeitgeber und Verdi beraten. Der neue Tarifvertrag ist als noch nicht unterschrieben, sondern steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung auch der Flughafen-Gesellschafter. Deshalb könne die Gewerkschaft derzeit auch noch keine Details bekannt geben.

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Auf die Frage, ob das Verhandlungsergebnis besser ist als das zweite Angebot der Flughafen-Geschäftsleitung, sagte Schackert: „Wenn es nicht besser wäre, hätten wir heute nicht verhandeln müssen.“ Die Belegschaft hatte zwei Euro mehr pro Stunde in diesem und nächstem Jahr gefordert, und zwar unabhängig vom Wirtschaftsergebnis des Flughafens. Die Arbeitgeberseite bot letztlich Lohnerhöhungen bis zu 1,5 Prozent pro Jahr und eine Einmalzahlung für 2020 an.

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Für den Flughafen waren die Forderungen von Verdi nicht darstellbar, hatte Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr am vergangenen Freitag erklärt. Die hätten ab 2021 zu jährlichen Kostensteigerungen von rund 650.000 Euro geführt, was mit Blick auf den engen finanziellen Spielraum des Flughafens nicht zu finanzieren sei.

Nach Aussage von Andreas Schackert habe die wirtschaftliche Situation des Flughafens „selbstverständlich Einfluss auf den Abschluss“ gehabt. Der Verdi-Sekretär zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Er habe den Eindruck, dass beide Seiten „gut dazu stehen können“.