Mona Lippisch

Dieser Zeit, wenn Schlagzeilen von Krieg und Gewalt die Nachrichten dominieren, ist Frieden wichtiger denn je. Das finden Lilo Rademacher, Frieder Fahrbach und Heiko Thamm. Sie organisieren den Internationalen Friedensweg Bodensee, der am Ostermontag, 17. April, in Friedrichshafen stattfindet. An verschiedenen Stationen referieren Gastredner über bestimmte Themen, dieses Jahr passend zum Motto "Von der Kriegslogik zu einer Friedenskultur – unser Weg."

Entstanden sei die Idee mit der Absicht, den Menschen zu erklären, wie Frieden geschaffen und erhalten werden kann, so Organisator Fahrbach. "Die letzten Male haben wir uns eher mit Problemen beschäftigt, diese Ostern geht es anhand zahlreicher Beispiele um Lösungsansätze", kündigt Fahrbach an. Fragen, die während des Friedensweges behandelt werden sind beispielsweise: Was können wir zu Konfliktlösung in entfernten Ländern beitragen? Wie können wir durch unser Verhalten und unseren Lebensstil einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt leisten? "An der zweiten Station gibt es einen Beitrag über zivile Konfliktlösung", kündigt Fahrbach an.

Seinen Ursprung hat der alljährliche Ostermarsch aus England: "Ende der Fünfziger haben die Menschen dort gegen Atombomben protestiert", erzählt Fahrbach. Im Jahr 1984 ist die Tradition am Bodensee angekommen, mit dem Ziel, Positives zu bewirken. Seitdem findet der Friedensweg abwechselnd in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland statt. "Vergangenes Jahr konnten wir rund 800 Teilnehmer zählen", freut sich Fahrbach.

Besonders dieses Mal: Heiko Thamm umrundet den Bodensee vom 10. April bis 17. April in vier Tagesetappen zu Fuß. Damit will er zeigen, dass er in seinem Streben nach Frieden persönlich bereit ist, an seine Grenzen zu gehen. Pünktlich zum Friedenslauf will Thamm wieder in Friedrichshafen sein. Sportliche, die sich mit ihm auf den 335 Kilometer langen Weg machen möchten, sind willkommen.

Damit der Friedensweg ausgetragen werden kann, bedarf es neben tatkräftiger ehrenamtlicher Arbeit auch finanzieller Unterstützung. Rund 80 kirchliche, politische und gewerkschaftliche Organisationen steuern Gelder bei. Auftakt der Veranstaltung ist am Ostermontag, um 11.30 Uhr auf dem Romanshorner Platz. Nachdem die Teilnehmer an mehreren Orten in Friedrichshafen Halt machen, endet der Friedensweg gegen 16.20 Uhr am Gemeindehaus St. Nikolaus.