Er war bisher nie politisch aktiv und ist erst seit Anfang des Jahres Mitglied der Freien Wähler: Die Wahl von Thomas Pohl in den Gemeinderat kam nicht nur für den 35-Jährigen, sondern auch für seine Fraktion ziemlich überraschend. „Am Montag, als der Live-Ticker lief, war es sehr aufregend“, gibt er zu. Nun freut sich Thomas Pohl darauf, in Friedrichshafen etwas zu bewegen.

Während seines Engagements beim Round Table, dem er seit sechs Jahren angehört, entstand das Bedürfnis, in der Stadt aktiv zu werden. Bereits mit 18 Jahren half er als Schüler bei den mobilen Diensten aus und engagierte sich schon immer ehrenamtlich für soziale Projekte.

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„Ich habe Friedrichshafen nie verlassen“, sagt Pohl, dessen Familie seit Generationen hier ansässig ist. Nach dem Abitur entscheid er sich für eine Ausbildung zum Bestatter und absolvierte sie im elterlichen Betrieb. Für den jungen Mann, der bereits während der Schulzeit dort mitgearbeitet hatte und in die Thematik hineingewachsen war, eine naheliegende Entscheidung. Heute leitet er den Betrieb als Juniorchef.

Gespannt auf Einblicke in Gestaltung

Als Unternehmer liegt ihm vor allem der Einzelhandel in der Zeppelinstadt am Herzen. „Friedrichshafen scheint zur Zeit für den Einzelhandel unattraktiv zu sein“, beobachtet er. Das Stadtbild sei von Großketten dominiert, die kleinen, individuellen Geschäfte fehlen. Insofern freut er sich auf Einblicke in die Gestaltung des Uferparks und der Friedrichstraße, damit sich diese hoffentlich wieder mit Leben füllt.

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Als Ausgleich zu seinem Beruf geht Thomas Pohl gerne in die Berge und ist dort am liebsten auf Klettersteigen unterwegs. Die Fasnet genießt er dann als Brunnisach-Hexe. Doch abends fehlt ihm die Möglichkeit, in der Stadt auszugehen. Für junge Menschen sei hier wenig geboten, sagt der von Berufs wegen sehr seriöse Mann, der trotzdem gerne feiert und hofft, diesbezüglich ein wenig Einfluss nehmen zu können.

„Als Bestatter bin ich eine Art Eventmanager“

Dabei ist er überzeugt, dass er sich effektiv in die Arbeit des Gremiums einbringen kann. „Als Bestatter bin ich eine Art Eventmanager“, erklärt der 35-Jährige. Er sei es daher gewohnt, strukturiert zu arbeiten. Die Zeit, sich dieser Aufgabe zu stellen, bringt er mit. „Ich bin ledig und habe keine Kinder, daher widme ich gerne meine freie Zeit dem Gemeinderat und dem Round Table.“

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