Zuerst geht es ab zur größten Bühne des Kulturufers, ins Große Zelt, bevor das Publikum hier eintreten darf. Ob handschriftlich oder gedruckt: Die offiziellen Platzreservierungen werden zur Sicherheit mit Klebeband angebracht.

Bild: Lena Reiner

Hier wird geprobt und der Ton präzise eingestellt, damit bei der Abendvorstellung alles reibungslos abläuft.

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Géraldine Battesti (vorn) probt mit ihrem Bruder Nono (Mitte), der gleichzeitig Choreograph von „Double“ ist, einer beeindruckenden Tanzaufführung mit ebensolcher Livemusik.

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Beim N.N. Theater geht es hinter den Kulissen deutlich ruhiger zu. Schritt für Schritt wird aufgebaut und die Technik eingerichtet. Dabei zählt bis hin zur Beleuchtung jedes Detail. So sollen etwa die Scheinwerfer nicht in irgendeinem Rot strahlen, sondern in Feuerrot.

Video: Lena Reiner

Auf der Bühne entsteht derweil die Kulisse des Schwarzwaldes für die spätere Abendvorstellung. Auch beim Aufbau geht es kreativ zu: Zwischendurch ersetzt ein unfertiger Teil der Kulisse kurzerhand die Leiter zur Scheinwerfer-Demontage.

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Kurz darauf versammeln sich die Darsteller hinter dem Zelt im Freien. Im Schatten des Kastanienbaums legen sie ihr ausdrucksstarkes Make-up auf. Dabei überzeichnen sie ganz wortwörtlich: Konturen, Wangen und Augenlider werden betont und wirken schon im normalen Tageslicht karikaturenhaft.

Video: Lena Reiner

Auch auf dem Kunsthandwerkermarkt gibt es Bereiche, die den Passanten draußen zumeist verborgen bleiben. Bei Benjamin Manderbach liegt hinter der vordergründigen Verkaufsfläche zunächst seine Werkstatt verborgen: Erhöht sitzend fertigt er hier maßgenau Ringe für die Kulturuferkunden an.

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Er ist zum vierten Mal als auf dem Kunsthandwerkermarkt des Kulturufers und hat sich an seinem Stand nicht nur einen Arbeitsplatz eingerichtet, sondern schläft auch direkt vor Ort. Wie aus seinem Arbeitsbereich sein Schlafplatz wird, verrät er im Video, in dem rechts auch kurz seine Küchenutensilien zu sehen sind.

Video: Lena Reiner

Wer hinter die Stände schaut, entdeckt häufig Sitzecken, Lebensmittelvorräte oder sogar Wäscheleinen. Auf dem Kulturufer entsteht so besonders auch hinter den Kulissen schnell ein freundschaftliches oder sogar familiäres Miteinander. Der eine oder andere Stand dient auch einem Straßenkünstler als Schlafgelegenheit.

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Der offizielle Schlafplatz der Straßenkünstler ist nun im vierten Jahr vor der Festhalle in der Scheffelstraße. Dort schlafen die reisenden Artisten in Zelten und Wohnmobilen. Seit letztem Jahr stehen ihnen tagsüber die Sanitäranlagen der Festhalle zur Verfügung. Da liegt der Campingplatz allerdings wie ausgestorben da.

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