„Eine Insel mit zwei Bergen...“ – fast jeder kennt diese Zeile, und viele fühlen sich dabei in ihre Kindheit zurückversetzt. Wem sie nicht geläufig ist, der sollte sich die Aufführung von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer im GZH am kommenden Wochenende nicht entgehen lassen. Das Kinderbuch von Michael Ende erfreut sich heute noch großer Beliebtheit. So ist es kein Wunder, dass es zum Reportoire von Hella Degens Kindertheater zählt.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, gespielt von Luca Haupter und Tiark Tiwary, welche sich das Stück gewünscht hatten, erleben gemeinsam spannende Abenteuer. Alles beginnt auf der Insel Lummerland, wo fälschlicherweise ein Paket für Kummerland abgegeben wird. Darin befindet sich ein Baby: Jim Knopf. Als dieser älter wird entscheidet König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte, dass der Platz auf der kleinen, gemütlichen Insel nicht mehr ausreicht. Die von Lukas heiß geliebte Lok Emma muss Platz machen. Kurzerhand entschließt er: „Wenn sie gehen muss, gehe ich auch!“. Jim Knopf bekommt Wind von der Sache und lässt es sich nicht nehmen, Lukas zu begleiten. Zusammen, gemeinsam mit der Lok Emma, brechen sie auf, um die Welt zu erkunden und eine neue Heimat zu finden.

Auf ihrer Suche gelangen sie nach Beijing und lernen dort den Kaiser von China und den cleveren Ping Pong kennen, gespielt von Pia Schneider, der ihnen so leckere Speisen wie hundertjährige Eier oder panierte Pferdeäpfel zum Essen anbietet. Die Tochter des Kaisers ist seit einem halben Jahr verschwunden: entführt von den gefürchteten Piraten der „Wilden 13“ und in den Fängen der bösen Frau Mahlzahn (Hella Degen) in der Stadt der tausend Drachen. Der gutherzige Lukas und der tapfere Jim entschließen sich dazu, dem Kaiser zu helfen und seine Tochter Lu-Si zu befreien...

30 Kinder im Alter von vier bis 19 sind dieses Jahr an der Inszenierung beteiligt. Hella Degen ist nun seit fast 40 Jahren im Geschäft und wird dabei von ihrer Tochter und den Enkelkindern unterstützt, die selbst im Stück mitspielen. Die Stimmung ist sehr familiär. „Die Kinder sind inzwischen zu einer Gruppe von richtig dicken Freunden zusammengewachsen“, so Hella Degen über ihre Schauspieler.

Man spürt nicht nur die liebevolle Atmosphäre untereinander, man sieht auch die Liebe zum Detail auf der ganzen Bühne. Das aufwändige Bühnenbild, die fahrende Lok Emma und die detailgetreuen und maßgeschneiderten Kostüme lassen spüren: Hier steckt nicht nur viel Arbeit dahinter, sondern noch mehr Leidenschaft.

Aufführungen sind am morgigen Freitag um 15 Uhr sowie am Samstag, 15. Juli um 17 Uhr, am Sonntag, 16. Juli um 17 Uhr und am Montag, 17. Juli, um 10 Uhr im Ludwig-Dürr-Saal des Graf-Zeppelin-Hauses.