Die Häflerin Odette Lassonczyk ist seit einem halben Jahr aktiv bei Extinction Rebellion, einer Schwester der „Fridays for Future„-Bewegung. Markus Hener, mit dem sie gemeinsam ein Institut für inneren Wandel in Kluftern ins Leben gerufen hat, konnte sie bereits für die Ideen der Bewegung gewinnen. Die beiden möchten nun eine Ortsgruppe in Friedrichshafen gründen. Doch was steckt hinter Extinction Rebellion?

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„Alle Themen sind möglich, die der Erde, dem Klima und dem Miteinander dienen“

Vor rund einem halben Jahr sei sie zufällig auf die Bewegung aufmerksam geworden, erzählt Lassonczyk. Schnell habe sie festgestellt: „Die wollen genau das machen, womit ich mich seit Jahren beschäftige.“ Wie auf der Internetseite der Bewegung zu lesen ist, möchten die Anhänger der Bewegung einen „umfassenden und tief greifenden Wandel erreichen, um das Risiko der Auslöschung der Menschheit und des Kollapses unserer Ökosysteme zu minimieren“. Bei ihren Aktionen setzen sie auch auf zivilen Ungehorsam.

Bekannt geworden ist die Bewegung vor allem durch Umweltschutzaktionen. Wie Lassonczyk erklärt, sei das jedoch nicht der einzige inhaltliche Schwerpunkt: „Alle Themen sind möglich, die der Erde, dem Klima und dem Miteinander dienen.“ Da könne es beispielsweise um nachhaltigen Ackerbau gehen, aber auch um künstlerische Aktionen.

„Fridays for Future„ Bodensee und die Blaue Blume als mögliche Partner

Markus Hener ergänzt: „Das Thema ist brandaktuell. Und wir sind gut darin, zu organisieren. Wir möchten einen Anstoß geben. Dabei sollen nicht unsere Ideen im Vordergrund stehen, sondern die der Gruppe.“ Um die lokale Vernetzung sicherzustellen, hätten sie bereits mögliche Partner wie „Fridays for Future„ Bodensee und die Blaue Blume kontaktiert.

Gründungstreffen am 13. September

Beide haben eigenen Angaben zufolge schon in der solidarischen Landwirtschaft mitgearbeitet. Sie sind überzeugt davon, dass die Folgen des Klimawandels im Bodenseeidyll von vielen nicht wahrgenommen werden. Doch: „Auch wenn man es vielleicht hier nicht riecht: Es brennt bereits“, gibt sich Hener überzeugt. Er finde, dass auch die Industrie verstehen müsse, wie dringlich es sei, nachhaltig und fair zu wirtschaften. „Im Großen und Ganzen geht es darum, die Landes- und Bundesregierung dazu zu bewegen, dass sie ihre selbst gesteckten Ziele wie das Pariser Klimaschutzabkommen auch erreichen.“

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Im „Hier & Jetzt“, Bahnhofstraße 21 in Kluftern, findet am 13. September, 18 Uhr, das Gründungstreffen statt. Kontakt per E-Mail: friedrichshafen@extinctionrebellion.de

Informationen im Internet:
extinctionrebellion.de