Beim Häfler Narrensprung haben rund 20 000 Zuschauer – gefühlt weniger als sonst – viel Spaß mit Masken- und Hästrägern. 4000 bis 5000, so die Schätzung von Gusti Reichle, Präsident des Alemannischen Narrenrings, bevölkerten die Friedrichshafener Straßen und trieben so manchen Schabernack.

Fanfaren- und Spielmannszüge, Lumpenkapellen und Musikvereine verbreiteten Stimmung und Schwung sowie Kribbeln in den Beinen. Die akrobatischen Einlagen mutiger Hexen begeisterten genauso wie Schneller beim Karbatschenschwingen. Qualmende Hexenwagen, Konfetti im Kragen und der Klang des Geschells zahlreicher Gruppen ließen das Narrenherz höherschlagen. Vorsehen mussten sich Mädchen am Straßenrand, landeten sie doch ruckzuck im Netz der Bächlesfischer, im Laubbad der Schotterwälder oder im Konfetti-Nest der Gehrenbergeulen. Aber das gehört dazu.

Für die Kleinen gab es viele tausend Gutsle – mal regneten sie vom Wagen, mal gab es sie direkt aus Narrenhand. Zum ersten Mal in Friedrichshafen dabei waren die Meersburger Schnabelgiere – obwohl es vom Badischen ins Schwäbische eigentlich gar nicht so weit ist. Den krönenden Abschluss bildeten wie die Narrenzunft Seegockel mit Buchhorn-Hexen, Elferrat, Seegrendl, Hafennarren, Pauliner Kuckuck und all den anderen.

 

Fasnetstermine

Die Termine der Narrenzunft Seegockel im Friedrichshafener Graf-Zeppelin-Haus, Montag um 20.30 Uhr: Rosenmontagsball; 13. Februar um 20 Uhr: Kehraus mit Gockelmetzgen. Nächstes Ringtreffen des Alemannischen Narrenrings: 1. bis 3. Februar 2019 in Friedrichshafen. (rac)