Gute Nachrichten für Pendler, Touristen und Anwohner: Die Straßenarbeiter auf der B31 haben Gas gegeben und die nördliche Fahrbahn fertiggestellt. "Damit sind rund 4700 Quadratmeter von den insgesamt mehr als 8000 Quadratmetern Straße, die saniert werden müssen, erledigt", berichtet Robert Schwarz, Sprecher des Landratsamts. Die Arbeiter hätten jede noch so kleine Regenpaue am Montagabend und Dienstag genutzt, um die großen Löcher aufzufüllen. Ursprünglich war geplant, beide Fahrseiten im Bereich Ortsdurchfahrt Fischbach und Windhag/Seemoos innerhalb dieser Woche zu sanieren, doch das Wetter machte den Planungen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung – und müssen nun vorzeitig abgebrochen werden.

"Jetzt muss der Asphalt noch über Nacht auskühlen, morgen früh geht noch mal die Kehrmaschine darüber", so Schwarz. Der Landkreis rechnet damit, dass der Berufsverkehr morgens in Richtung Immenstaad/Überlingen nochmal über Sparbruck/Schnetzenhausen umgeleitet werden muss, die Sperrung dann aber am Mittwochmittag aufgehoben werden kann.

Anwohner haben wenig Verständnis

Auch Anwohner der Häfler Ortsteile, die bisher weniger Durchgangsverkehr hatten und nun die volle Dröhnung abbekamen, können aufatmen. "Ich möchte mich heute mal zu Wort melden weil, es in Friedrichshafen große Ungerechtigkeiten gibt", schrieb uns am Montagabend ein Anwohner von Sparbruck. Während in Schnetzenhausen nachts Tempo 30 gelte, wurde in Sparbruck laut dem Leser sogar die Fußgängerampel abgeschaltet. "Auch nach mehrmaligen Anrufen bei der Stadt bleibt die Ampel aus", so der Leser, "es ist extrem schwer, bei dem Verkehr über die Straße zu kommen." Eine SÜDKURIER-Anfrage zu dem Thema bei der Stadt läuft.

Im Internet gab es zudem wenig Verständnis für die Straßenarbeiten. "So was macht man auch nicht zur Tuning World! Oder kommt die Messe auch so überraschend wie das schlechte Wetter?!", schreibt Userin Veronika Hinz auf unserer Facebook-Seite. "FN besteht nur noch aus Baustellen und nirgendwo kommt man voran ... Stau Stau Stau", beschwert sich Marco Carmen. "Is halt blöd wenn alle mit dem Auto fahren.... Deswegen is Friedrichshafen auch ohne Baustellen völlig überfordert mit dem Verkehr", meint hingegen Janine Trautmann.

Klar ist: Auch das Landratsamt ist nicht glücklich über die Situation. "Wir hätten das natürlich jetzt gerne vor der Tuning World geschafft", sagt Schwarz. Die Planungen seien bereits vor Monaten gelaufen, da habe man den Wetterbericht noch nicht hellsehen können. "Wir brauchen 30 Mann, drei Kolonnen, mehrere schwere Maschinen", erklärt Schwarz. Die Firmen seien das ganze Jahre über durchgeplant und durchgebucht. Wann nun die Fahrbahnseite in Richtung Friedrichshafen an der Reihe ist, ist derzeit noch unklar. "Wir hoffen bald", sagt Schwarz.