Männer im Männerballett
Männer im Männerballett | Bild: Axel Pries

Graziöse Kerle: Sie sind bei jedem Fasnetabend die heimlichen Stars: die Männer im Männerballett. So war es auch am Samstagabend in Ailingen: Die Gruppe Kerle, die da als Männerballett Buchhornhexen mehr oder weniger graziös im Kleidchen über die Bühne "tänzelte", löste im Publikum stürmischen Beifall aus – je graziöser desto mehr. Da blieb Moderator Michael Boch nur die geschmunzelte Zusammenfassung: "Sie sind eine Augenweide – und ein Beweis, dass die Bühne wirklich stabil ist."

Tanzgruppe Maskerade Neukirch aus dem Allgäu.
Tanzgruppe Maskerade Neukirch aus dem Allgäu. | Bild: Axel Pries

Musketiere aus dem Allgäu: "Sie sind seit vielen Jahren ein Höhepunkt in Ailingen!" So kündigte Moderator Michael Boch eine Tanzgruppe aus dem Allgäu an: die Maskerade Neukirch. Auf sie mussten die Ailinger lange warten, denn die Tänzerinnen und Tänzer hatten sich verspätet. Aber es lohnte sich, befand nicht nur Michael Boch: Mit der tänzerischen Interpretation der Legende der Musketiere und Tanz der Vampire erntete die junge Gruppe Beifallsstürme.

Ailinger Hexenreiter.
Ailinger Hexenreiter. | Bild: Axel Pries

Zwei Männer, zwei Hexenfiguren: Fertig sind die Hexenreiter. Jedenfalls optisch. Den besonderen Reiz verleihen Jürgen Hildebrand und Michael Winstel dieser Darbietung durch den geruhsam wiegenden Tanz und genussvoll zufriedene Gesichter, mit denen sie über die Bühne wandeln – ein paar Mal Mützen und Hüte wechselnd. "Die Beiden gehören einfach zur Oilinger Fasnet dazu", meinte Moderator Michael Boch, und der Beifall vom Publikum bewies: Die Ailinger finden das auch.

Bauer Done.
Bauer Done. | Bild: Axel Pries

Lästernder Bauer Done: Bäume an der Straße, Wasserleitung in der Schulsporthalle, Tempo 30: Die Themenpalette, mit der "Bauer Done" einmal mehr humorvoll spottend auf das Jahr zurückblickte, war weit gespannt – so weit wie der Zeitraum, in dem Joachim Seliger diese Rolle als Urgestein der Ailinger Fasnet schon übernimmt. Das Publikum kennt seine Hauptwaffen: Mit "Oh, weh!" und Schellen lästert er los und stellt in diesem Jahr fest: "Oilinger first, so wie ich das seh'. Ihr meint doch auch: Oh, weh! Oh, weh!"

Sprunghexen aus Brochenzell.
Sprunghexen aus Brochenzell. | Bild: Axel Pries


Springende Hexen: Sie sind stets ein wahrlich fesselnder Programmpunkt eines jeden Fasnetballs: die Sprunghexen aus Brochenzell. Erstmals seit vielen Jahren, so verkündete Moderator Michael Boch, würden sie nun auch in der Rotachhalle wieder dabei sein – und mussten am Tag davor erst einmal proben: Ist überhaupt genug Platz da? Der Platz reichte, und die mehr als 300 Besucher spendeten den Hexen begeistert Beifall, als die alleine oder zu zweit übereinander, über Stangen und durch Reifen sprangen.

Ortsvorsteher Georg Schellinger (Mitte).
Ortsvorsteher Georg Schellinger (Mitte). | Bild: Axel Pries

Schonfrist für Schillinger: Er ist ja gerade mal ein halbes Jahr im Amt, aber musste sich doch schon einige Ailinger Lästereien anhören: Ortsvorsteher Georg Schellinger (Mitte), der mit Ehefrau Julia den Fasnetball besuchte – im Handwerker-Overall – "wie passend", kommentierte Moderator Michael Boch den Auftritt. Aber noch genoss der neue Ortsvorsteher auch noch etwas Schonfrist, selbst bei Läster-Bauer Done. Der wünschte ihm vor allem Stehvermögen im Amt. Das Ehepaar Schellinger, hier mit Franz Lorch am Tisch, nahm's mit Humor.

Alle Bilder vom närrischen Zunftball in Ailingen

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €