Welche Schulen haben welche Betreuungsangebote? Und wie wird es in Zukunft an den Häfler Schulen weitergehen? Diese Fragen wurden am Montag in der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses von der Verwaltung beantwortet. Fast alle Schulen bieten heute eine Form von Ganztagesbetreuung an, nur die Grundschulen in Schnetzenhausen, Berg, Kluftern und die Don-Bosco-Schule bisher nicht. Alle anderen Einrichtungen haben einen Status als Ganztagesschulen, wenn auch in verschiedenen Ausprägungen. Die Stadtverwaltung informierte die Ausschussmitglieder darüber, dass die Landesregierung derzeit an einer Überarbeitung der gesetzlichen Grundlage arbeite – doch vor dem Schuljahr 2019/2020 sei mit keiner Gesetzesvorlage zu rechnen. Bürgermeister Andreas Köster erklärte, dass das baden-württembergische Kultusministerium bereits zwei "Ganztagsgipfel" einberufen habe, die Eckpunkte erarbeiteten. Künftig soll es für Schulen nur noch drei Wahlmöglichkeiten geben: Die "echte" Ganztagesschule, die auch am Nachmittag ein schulisches Angebot macht, Schulen mit flexiblen Betreuungszeiten und Schulen ohne erweitertes Betreuungsangebot. Doch, so Köster, gebe es derzeit keine Hinweise darauf, dass ein konkreter Gesetzesvorschlag erarbeitet worden sei. "Bis es so weit ist, werden wir in Friedrichshafen dort weiter machen, wo wir bereits angefangen haben." Konkret lobt er die Arbeit des im April neu strukturierten Betreuungsvereins, in dem mittlerweile alle Schulleiter der Zeppelinstadt Mitglieder sind.

Steffen Rooschütz, Vorsitzender des Betreuungsvereins, informierte die Ausschussmitglieder zum Stand der Dinge. "Wir haben die Arbeit aufgenommen und machen eine Bestandsaufnahme" so Rooschütz. Ziel des Vereins sei es, eine "hohe Vergleichbarkeit der Qualität der Betreuung an den Schulen zu erreichen." SPD-Stadträtin Christine Heimpel regte in der Fragerunde an, dass mehr Fachkräfte in der Betreuung eingesetzt werden. Ihr entgegnete Miriam Hornung (CDU), dass der Verein gerade erst begonnen habe. "Ich bin sicher, der Verein wird seine Arbeit gut machen", so Hornung.