Große Aufregung herrschte heute über die Mittagszeit bei Friedrichshafen-Heiseloch. Gegen 10 Uhr fanden Bauarbeiter auf der Trasse für die neue B 31 beim Baggern eine US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Fundort liegt nach Angaben der Stadt zwischen der neuen Anschlussstelle in Schnetzenhausen und Heiseloch. Die Bauarbeiten wurden daraufhin eingestellt. Gegen 10.30 Uhr wurde die Polizei von dem Fund informiert. Sie schickte einen Hubschrauber an den Ort des Geschehens, teilte das Polizeipräsidium Konstanz mit.

Arbeiten auf der B 31 beim Knoten Schnetzenhausen. Bei Baggerarbeiten wurde nun im Bereich Heiseloch eine Bombe gefunden.
Arbeiten auf der B 31 beim Knoten Schnetzenhausen. Bei Baggerarbeiten wurde nun im Bereich Heiseloch eine Bombe gefunden. | Bild: Cuko, Katy

Noch bevor der Kampfmittelräumdienst vor Ort war, wurden 18 Personen in Heiseloch nach Angaben der Stadt – zunächst vorsorglich – aus ihren Wohnhäusern evakuiert. Damit ging es schnell, als sich die Vermutung tatsächlich bestätigte. Bei dem ausgegrabenen Gegenstand handelte es sich um eine amerikanische 250-kg-Fliegerbombe. Gegen 14.45 Uhr begannen die Spezialisten mit der Entschärfung, die nach Auskunft der Polizei nach bereits zehn Minuten erfolgreich abgeschlossen wurde. Die stark beschädigte Bombe lag etwa einen halben Meter tief im Erdreich und enthielt noch 100 bis 110 Kilogramm Sprengstoff.

Bei Baggerarbeiten auf der Baustelle B 31 neu legten Arbeiter am Vormittag, Montag, 22. Juli, eine Fliegerbombe frei.
Bei Baggerarbeiten auf der Baustelle B 31 neu legten Arbeiter am Vormittag, Montag, 22. Juli, eine Fliegerbombe frei. | Bild: Stadt Friedrichshafen

Zur Entschärfung entfernte der Kampfmittelbeseitigungsdienst den Kopfzünder, ein Heckzünder war nicht mehr vorhanden. Die eigentliche Entschärfung dauerte 15 Minuten. Zur Entsorgung transportierte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Fliegerbombe in einem Spezialfahrzeug nach Sindelfingen.

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Im Einsatz waren laut Stadtverwaltung mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Friedrichshafen und ein Polizeihubschrauber, außerdem Mitarbeiter der Stadt Friedrichshafen, die Feuerwehr Friedrichshafen mit etwa 25 Kräften der Abteilungen Ailingen, Fischbach, Friedrichshafen-Stadtmitte sowie hauptamtliche Kräfte und die Rettungsdienste DRK und Johanniter mit etwa 13 Einsatzkräften.

Die evakuierten Bewohner aus Heiseloch wurden an einem Verpflegungspunkt am Berger Kreisel von Feuerwehr und Rettungskräften versorgt – und nahmen die Räumung gelassen.
Die evakuierten Bewohner aus Heiseloch wurden an einem Verpflegungspunkt am Berger Kreisel von Feuerwehr und Rettungskräften versorgt – und nahmen die Räumung gelassen. | Bild: Stadt Friedrichshafen

Die Verbindungsstraße zwischen Heiseloch und Unterer Mühlbachstraße wurde nach dem brisanten Fund für den Verkehr gesperrt und nach der erfolgreichen Entschärfung wieder freigegeben.

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