Nach der anstrengenden Bergetappe nach Heiligenberg führt die fünfte Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis über 18 entspannte Kilometer nach Owingen.

Vom Bellevueplatz an der Hangkante, einer der schönsten Aussichtsterrassen des Bodenseeraums, fällt der Blick zurück auf das Renaissanceschloss. Auf federnden Waldwegen geht die Tour weiter zur Senke vor der Schwedenschanze, einer ehemaligen Befestigungsanlage, die jedoch nichts mit dem 30-jährigen Krieg zu tun hat. Auf dem Weg sollte man sich wirklich Zeit nehmen, auch die kulturgeschichtlichen Hinweise im Wanderführer von Rainer Barth zu lesen. Wartet am Wegrand doch so vieles darauf, entdeckt zu werden.

Ruhepunkt vor dem Aachtobel: Die Wallfahrtsstätte Maria im Stein ist ein Höhepunkt auf der fünften Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis. Bild: Claudia Wörner
Ruhepunkt vor dem Aachtobel: Die Wallfahrtsstätte Maria im Stein ist ein Höhepunkt auf der fünften Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis. Bild: Claudia Wörner

Nach Altheim geht es ein gutes Stück durch offenes Land. Über zwei Kreisstraßen hinweg, vorbei an Fachwerkhöfen, erreicht der Wanderer die Wallfahrtsstätte Maria im Stein. Zwischen hohe Sandsteinfelsen und frisches Grün des Waldes schmiegt sich die halbrunde, offene Kapelle. Die Bänke davor fordern geradezu auf, an diesem wahrhaft besonderen Ort eine Pause einzulegen. Kurz darauf bildet der urtümliche Aachtobel, eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands, den geologischen Höhepunkt der Etappe. Aktuell ist der Weg jedoch wegen Erdrutschgefahr von der Gemeinde Owingen gesperrt. Die Strecke verkürzt sich also und führt direkt zum Turm von Hohenbodman. So lässt sich der wilde Aachtobel aktuell wenigstens von oben betrachten.

Über den alten Kirchweg der Hohenbodmanner steigt man durch Feld und Wald hinab nach Owingen. Per Luftlinie ist es nicht mehr weit nach Überlingen, dem Zielort der letzten Etappe.