Zeitgleich teilten am Montagabend die Pressestellen der Stadt Friedrichshafen sowie des Landratsamtes Bodenseekreis mit, dass die Flughafen Friedrichshafen GmbH (FFG) eine Zuwendung von je einer Millionen Euro bekommen wird. Beschlossen hatten dies der Häfler Gemeinderat und der Kreistag jeweils in nicht-öffentlicher Sitzung. Oberbürgermeister Andreas Brand verkündete diesen Beschluss während des öffentlichen Teils der Sitzung. "Diese finanzielle Unterstützung soll gezielt zur Reaktivierung innerdeutscher Flugstrecken, insbesondere nach Hamburg und Berlin, dienen.

Ziel der FFG ist es, mit Hilfe dieser finanziellen Mittel einen Mehrjahresvertrag mit einer Regionalairline zu schließen und damit das Angebot an Linienflügen wieder auszubauen. Insbesondere für Geschäftsreisende und Unternehmen der Region sind die Ziele Hamburg und Berlin von hoher Bedeutung", so Brand. Innerhalb des Gesellschafterkreises würden sich Stadt und Landkreis dafür einsetzen, dass sich auch weitere Gesellschafter an der finanziellen Unterstützung beteiligen.

Alle Fraktionen des Häfler Gemeinderates bis auf die Grünen betonten in ihren Fraktionserklärungen die Wichtigkeit des Bodensee-Airports für die Region. Mathilde Gombert, Fraktionsvorsitzende der Grünen erklärte dagegen, dass nicht absehbar sei, dass der Flughafen je aus den roten Zahlen komme. "Immer wieder werden Rettungsschirme notwendig", erklärte Gombert. Daher enthielt sich die Grünen-Fraktion sowie die SPD-Abgeordnete Christine Heimpel bei der Abstimmung über den Jahresabschluss 2016 des Flughafens.