Laut Mitteilung der Flughafen Friedrichshafen GmbH soll über den genannten Antrag im Friedrichshafener Gemeinderat am 25. Juli und im Kreistag am 26. Juli abgestimmt werden. Hintergrund für diesen Antrag sei die notwendige EASA-Zertifizierung (European Aviation Safety Association), bei der international einheitlich definierte Anforderungen an die Flughäfen für ihre Infrastruktur, den Betrieb und die Verfahren umgesetzt werden müssen. Dazu sind in verschiedenen Schritten bis 2024 Investitionen notwendig.

Das Management des Bodensee-Airports hat sich entschieden, mit einer Änderung der luftrechtlichen Genehmigung den Betrieb sehr großer Flugzeuge, wie etwa Boeing 757 oder 767, nur noch in Einzelfällen zuzulassen. Damit wird die Zertifizierung deutlich einfacher und kostengünstiger. Anfang August werde der Antrag beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg eingereicht, das dann die betroffenen Kommunen und Luftfahrtunternehmen anhört. Der Antrag habe weder Einfluss auf die bestehenden Betriebszeiten noch auf den Fluglärm. Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Bodensee-Airports, erläutert: „Mit diesem Schritt setzen wir nun formalrechtlich um, was bereits Realität ist. Für die Anwohner ändert sich nichts, weil es keine Änderung bei den Öffnungszeiten und dem Fluglärm geben wird.“