"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert", zitierte Dietmar Nützenadel, Vorsitzender des Leitungsteams der Fischbacher Runde, beim Neujahrsempfang in der Festhalle in Fischbach am Sonntagnachmittag Albert Einstein. Vieles sei in Fischbach 2017 zu Ende gebraucht worden und viel Neues auf dem Weg.

Dietmar Nützennadel, Vorsitzender des Leitungsteams der Fischbacher Runde, informierte.
Dietmar Nützennadel, Vorsitzender des Leitungsteams der Fischbacher Runde, informierte.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten stand und steht die Entwicklung rund um die Ortsmitte. Das trostlose ehemalige MTU-Gelände sei soweit fertig, dass der Einkaufmarkt im Erdgeschoss genutzt werden könne. Viele Wohnungen seien bereits vergeben. Auch das neue Frei- und Seebad sei fertig. Aber es gehe weiter. Fischbach habe insbesondere die Möglichkeit erhalten, sich am öffentlichen Workshopverfahren zum Bebauungsplan Eisenbahnstraße zu beteiligen. In einem imaginären Spaziergang führte Dietmar Nützennadel nach dem Siegerentwurf Fahler Stadtplaner (FSP) vom Muntenried aus durch die neue Bahnunterführung neben dem ab April wieder betriebenen Bahnhof Fischbach zur Ortsmitte über die grün gestaltete Eisenbahnstraße an einem neuen Parkhaus, dem Haus der Generationen, neu gestalteter Kita, grundsanierter Schule und der neuen Sporthalle vorbei über die zurückgebaute B 31 an den See ins Strandbad Fischbach. Dafür gab es Zwischenapplaus. "Der Planungsentwurf wird nun 2018 in den Standardprozess zur Erstellung des Bebauungsplanes übernommen. Wir hoffen im Anschluss auf eine kurzfristige Umsetzung in Teilschritten", sagte Nützenadel.

Schmunzeld verfolgen die Fischbacher das Zwischenspiel mit Clown Calli.
Schmunzeld verfolgen die Fischbacher das Zwischenspiel mit Clown Calli.

Oberbürgermeister Andreas Brand gab allerdings in seinem Grußwort einen kleinen Dämpfer: "Ich warne vor zu großem Optimismus, was die Unterführung betrifft." Mindestens zwei Jahre brauche die Bahn Vorlauf. "Wir versuchen, dass es so schnell und zügig wie möglich geht", sagte Brand. Er hatte auch Positives zu berichten. "Wie wird es weiter gehen mit dem Schmuckstück am See, der Villa Gminder?", fragte Nützenadel. "Es wird eine gute und verträgliche Lösung geben", versicherte Brand in Bezug auf das Haus am See der Zeppelin-Wohlfahrt.

Oberbürgermeister Andreas Brand lobte die Zusammenarbeit mit der Fischbacher Runde.
Oberbürgermeister Andreas Brand lobte die Zusammenarbeit mit der Fischbacher Runde. | Bild: Georg Wex

In diesem Jahr begonnen werden sollte nach Ansicht von Nützenadel die Planung der rückgebauten B 31-Umgehung. "Die Zeichen stehen auf pünktliche Fertigstellung 2020. Nun gilt es, die Zeit zu nutzen, um sich dem Rückbau der B 31 in Fischbach anzunehmen", sagte der Vorsitzende des Leitungsteams. Es sei Zeit für eine Bürgerbeteiligung mit Ideensammlung. "Wie kann solch eine Straße gestaltet werden, damit alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden, die Straße am Ende jedoch nicht als Alternativroute der B 31 einlädt", erläuterte Nützenadel: "Die Signale der Stadtverwaltung sind positiv, dieses Thema so anzugehen."

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es Gelgenheit zur Stärkung und zum Gespräch in der Festhalle.
Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es Gelgenheit zur Stärkung und zum Gespräch in der Festhalle. | Bild: Georg Wex

Pfarrer Michael Benner stelle für die Kirchengemeinden fest: "Wir haben Interesse daran, wie es allen Menschen hier geht." Deshalb startete er beim Neujahrsempfang für die Seelsorgeeinheit Friedrichshafen-West eine Umfrage mit Karten, was die Menschen für das neue Jahr bewegt. Für Unterhaltung sorgten beim Empfang die Musikkapelle Fischbach und Clown Calli mit einer pantomimischen Autofahrt nach Fischbach.

Der katholische Pfarrer Michael Benner gab im Namen der Kirchengemeinden den geistlichen Impuls.
Der katholische Pfarrer Michael Benner gab im Namen der Kirchengemeinden den geistlichen Impuls.
Clown Calli holte sich zu einer pantomimischen Autofahrt nach Fischbach Sybille Kirchner auf die Bühne.
Clown Calli holte sich zu einer pantomimischen Autofahrt nach Fischbach Sybille Kirchner auf die Bühne. | Bild: Georg Wex