Mit dem fristlosen Rausschmiss von Niels Helle-Meyer begann im Sommer 2014 das dunkelste Kapital der ZU-Geschichte, in deren Folge der frühere Präsident Stephan A. Jansen abdankte. Gegen ihn wird nach wie vor wegen des Verdachts auf Untreue und Bestechlichkeit ermittelt. Der ZU-Kanzler hatte erfolgreich gegen seinen Rausschmiss Mitte August 2014 geklagt. Das Landgericht Ravensburg urteilte knapp ein Jahr später, die Kündigung sei unwirksam, das Dienstverhältnis bestehe fort. Daraufhin stellte die ZU-Stiftung noch unter Vorstand Werner Allgöwer den Kanzler frei, muss ihm aber nach dem verlorenen Prozess sein Gehalt bis zum Ablauf des Dienstvertrags im November 2017 weiter zahlen, sofern er keine neue Stelle antritt. Pro forma ist Niels Helle-Meyer also bis dato ZU-Geschäftsführer. Der heutige Stiftungsvorstand habe sich sehr fair verhalten und ihm für den Job in Isny keine Steine in den Weg gelegt – ganz im Gegenteil. "Der Wunsch nach Rehabilitierung vergangenen Unrechts kommt für mich hier deutlich zum Ausdruck", so Helle-Meyer auf Nachfrage.