Was ist das immer ein Fest für Radfans, wenn sie am letzten Tag der Eurobike Anfang September in die Messehallen strömen, um ihr Traum-Mountainbike zu berühren oder ein E-Bike zu testen, das erst nächstes Jahr im Laden steht. Nächstes Jahr noch, dann ist Schluss. Ab 2018 müssen Endkunden draußen bleiben. So wie bei der Messe Outdoor, wo Hersteller und Händler schon immer unter sich sind. Eine harte Entscheidung, aber wohl notwendig, so bitter das für die Radfans sein mag. Selbst eine Messe, die als weltweit wichtigster Treff der Branche gilt, kann langfristig nicht gegen die Interessen ihrer Kunden, die Aussteller und Fachbesucher, agieren. Vom zu späten Termin Anfang September kam man bei der Eurobike 2016 nicht weg, selbst für 2017 ist der Vorlauf jetzt schon zu kurz. Der Versuch, wenigstens dem Publikum dieses Jahr mit den zwei Festivaltagen etwas Neues zu bieten, hat sich am Ende für die Messemacher nicht ausgezahlt – den Besuchern hat das zwar gefallen, die kritischen Signale aus den Reihen der Fachbesucher und Aussteller waren hingegen alarmierend. Letztendlich ist der Schritt konsequent, die Eurobike ab 2018 auf eine reine Fachmesse umzustellen, will man weiter an der Top-1-Postition stehen und als Messegesellschaft erfolgreich sein. Dazu ist die Eurobike als Umsatzbringer unabdingbar.

Andreas.Ambrosius@suedkurier.de