Mit 20 Kilometern ist die dritte Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis die längste. Ohne Steigungen, aber keinesfalls langweilig, verläuft sie von Meckenbeuren nach Markdorf.

Schnell ist der Wanderrucksack gepackt: ein Liter Wasser, eine kleine Thermoskanne mit Kaffee für das zweite Frühstück, belegte Brote, Sonnencreme und ein paar Bonbons. Ich gebe es zu, den Marsch durch Meckenbeuren und somit zwei Kilometer spare ich mir und steige erst am Wanderparkplatz des morgendlich frischen Brochenzeller Waldes ein. Irgendwie wäre es schon schade, wenn er von der neuen Bundesstraße 30 durchschnitten würde.

Im Rotachtal lässt sich auftanken. Bild: Claudia Wörner
Im Rotachtal lässt sich auftanken. Bild: Claudia Wörner

Rund um Ettenkirch führt der Weg durch weite Obstplantagen und kleine Weiler hinauf zur weithin sichtbaren Haldenbergkapelle. In Richtung Osten schweift der Blick übers Schussental, im Westen thront der Gehrenberg und vor mir liegen Friedrichshafen, der See und das Schweizer Appenzellerland. An diesem Traumtag ist selbst der Säntis zum Greifen nah. Von Ailingen geht es über das idyllische Reinach hinab ins Rotachtal. Flußaufwärts genieße ich den kleinen Fußweg, der ruhig etwas länger sein könnte. Aber schon bald geht es über eine Treppe nach oben zur Weilermühle.

Nach einer längeren Strecke auf asphaltierten, aber kaum befahrenen, Sträßchen ist das Naturschutzgebiet Hepbacher-Leimbacher Ried wieder ein landschaftlicher Höhepunkt. Hier verläuft die alte Grenze zwischen Baden und Württemberg – ein schmales Bächlein. Durch das Markdorfer Gewerbegebiet zieht es sich ein wenig bis zum Bahnhof. Nach der Flachlandetappe steht nun die Bergetappe über den Gehrenberg bis Heiligenberg auf dem Plan.