Wer die Aussicht vom höchsten Kirchturm der Welt am Ulmer Münster genießen möchte, muss sie sich erarbeiten und mit 768 Stufen die 143 Meter Höhenunterschied zum Turmeingang überwinden. Im Vergleich zu dem, was sich Feuerwehrmann und Extremsportler Kai Eichler fürs kommende Wochenende vorgenommen hat, ist die Besteigung des Ulmer Turms bestenfalls etwas zum Aufwärmen.

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„Es wird das Härteste, das ich jemals gemacht habe“, sagt Eichler, der damit seiner Weltrekord-Sammlung einen weiteren hinzufügen könnte. Was hat er vor? „Ich will innerhalb von 24 Stunden auf einer Treppe 15 030 Höhenmeter (7515 Meter aufwärts und ebenso viele abwärts) laufen.“ Selbstredend will der Feuerwehrmann wieder in kompletter Schutzausrüstung antreten.

Es sei eine große Herausforderung, aber machbar, sagt Eichler. Auch wenn die Belastung beim Treppensteigen für den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System erheblich stärker sei, als bei seinen bisherigen Aktionen. Zur Vorbereitung habe er im Immenstaader Wald trainiert und seit einigen Monaten auch nie einen Fahrstuhl benutzt, berichtet Eichler. Ohne körperliche Fitness gehe es zwar nicht, aber für ihn sei es vor allem Kopfsache, so etwas zu schaffen. „Für mich persönlich ist es sehr wichtig, diese verrückte Geschichte für einen guten Zweck zu machen.“

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Eichler will Spenden für den ambulanten Kinderhospizdienst Amalie sammeln, für den er sich seit einigen Jahren ehrenamtlich als Pate engagiert. Warum? „Ich schöpfe viel Kraft aus meiner Familie und davon möchte ich etwas an andere Familien weitergeben“, sagt er.

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Dabei geht es um Familien, in denen ein Familienmitglied lebensbegrenzend erkrankt ist. „Ich denke da besonders an die gesunden Geschwisterkinder, die gerade dann viel Aufmerksamkeit brauchen, aber deren Eltern ja ganz besonders mit dem kranken Kind beschäftigt sind“, sagt Eichler. Er sei dann für die Familie als Gesprächspartner da und unternehme auch regelmäßig etwas Schönes mit dem gesunden Kind.