„Ich gehöre nach Ettenkirch, da bin ich daheim“, erklärt Hans Dullenkopf in schönstem Schwäbisch. Seit 1981 betreibt der Zimmermann in Batzenweiler eine Zimmerei und ist mit seinen elf Mitarbeitern in erster Linie auf Baustellen im Raum Friedrichshafen unterwegs. Werbung machen müsse er nicht, sein Betrieb sei bekannt, sagt der Handwerker.

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Der Vater von vier Kindern ist nicht nur in der Zimmerei-Innung aktiv, seit 1974 ist er Mitglied der Feuerwehr in Ettenkirch und sitzt dort seit 2009 auch im Ortschaftsrat. Eine Arbeit, die ihm großen Spaß macht, wie er sagt, auch wenn es sich in erster Linie um eher kleine Themen handelt. Auch im Musik- und Sportverein sowie in der Kirchengemeinde weiß man den zupackenden Mann zu schätzen. „Mir geht es gut und deshalb möchte ich anderen helfen“, sagt er.

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Als er von den Freien Wählern kurz vor der Wahl angesprochen wurde, ob er sich vorstellen könne, für den Häfler Gemeinderat zu kandidieren, ließ er sich zum ersten Mal aufstellen und erlebte gleich eine große Überraschung, mit der er nicht gerechnet hatte. „Ich glaube, dass viele meiner Kunden mich gewählt haben“, sagt er. Denn als Handwerker sei er tagtäglich mit Bauherren zusammen und genieße aufgrund seiner lösungsorientierten Arbeit einen guten Ruf.

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Dullenkopf ist zudem sicher, dass sich Bürger mehr bodenständige Handwerker in den Gemeinderat wünschen, die dort bisher kaum vertreten seien. Trotz der vielen Arbeit – „mein Beruf füllt mich aus, das ist mein Lebenselixier“ – ist Dullenkopf rund herum zufrieden und geht Probleme positiv an. „Schon in meiner Lehrzeit habe ich gelernt, dass es für alles eine Lösung gibt“, sagt er und ist sicher, dass sich diese Herangehensweise auch im Gemeinderat bewährt.

Er sieht dringenden Handlungsbedarf

Vor allem der Mangel an bezahlbaren Wohnungen bereitet ihm Sorgen. Angesichts ungenutzter alter Häuser, leerstehender Wohnungen, einer Vielzahl an Ferienwohnungen und fehlenden Bauplätzen im innerstädtischen Bereich sieht der Zimmermann dringenden Handlungsbedarf und die Stadt in der Pflicht.

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Dabei setzt er auf den Dialog mit den Eigentümern. „Wenn man zusammensitzt, findet man einen Kompromiss“, weiß er aus Erfahrung als Arbeitgeber, Familienvater und Ortschaftsrat. Auch innerhalb des Gemeinderats, wo die verschiedenen Meinungen unterschiedlicher Fraktionen aufeinanderprallen.

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