Mehr als 150 Teilnehmer zogen vom Stadtbahnhof aus durch den Uferpark bis vor das Rathaus.

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Auch der eine oder andere Erwachsene beteiligte sich an der Kundgebung – so wie die 66-jährige Claudia Wieland aus Salem. "Ich möchte den Jugendlichen Rückendeckung geben. Klimaschutz war auch in meiner Jugendzeit schon wichtig, doch wir sind früher zu wenig dafür eingestanden", sagte sie.

Wieland ergänzte: "Zudem bin ich Großmutter eines Einjährigen. Das motiviert mich umso mehr mitzumachen." Auf einem Plakat, das sie mitbrachte, stand geschrieben: "Oma for future. Versäumtes nachholen, jetzt mit der Jugend für das Leben uns erheben."

Die 66-jährige Claudia Wieland kam aus Salem zur "Fridays for Future"-Demonstration nach Friedrichshafen.
Die 66-jährige Claudia Wieland kam aus Salem zur "Fridays for Future"-Demonstration nach Friedrichshafen. | Bild: Singler, Julian

Bei der Musikmuschel im Uferpark stoppte der Zug der Demonstranten. Auf der Bühne sprachen mehrere Teilnehmer in die Menge. "Wir dürfen nicht aufhören zu demonstrieren, aber müssen selbst aktiv sein. Lasst uns Öko zum neuen Mainstream machen", sagte die 18-jährige Madlen Beck.

Die Erwachsenen würden überwiegend vorwurfsvoll auf die "Fridays for Future"-Kundgebungen reagieren. "Ihr wollt doch nur die Schule schwänzen", hieße es nach Meinung von Beck viel zu oft. "Seht ihr das Problem nicht? Ihr sitzt in den Gremien und habt die Macht. Wir dagegen dürfen frühestens mit 16 Jahren wählen gehen", fügte die junge Frau an.

Die 18-jährige Madlen Beck richtete auf der Bühne der Musikmuschel im Uferpark einige Worte an die anderen Demo-Teilnehmer.
Die 18-jährige Madlen Beck richtete auf der Bühne der Musikmuschel im Uferpark einige Worte an die anderen Demo-Teilnehmer. | Bild: Singler, Julian

Lars Rompe kam am Freitag ebenfalls zur Demonstration nach Friedrichshafen. Er ist Mitbegründer der sogenannten "Parents for Future" im Bodenseekreis. "Eltern wissen oft nicht, was die 'Fridays for Future' genau sind. Wir wollen darüber informieren und die Jugendlichen unterstützen. Die Bewegung ist gelebte Demokratie", sagte der Familienvater.

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Im Anschluss an die Kundgebung gingen einige Schüler zurück in den Uferpark, um gemeinsam Müll aufzusammeln. Dazu riefen die Häfler Organisatoren der "Fridays for Future" auf. Die nächste Klimaschutz-Demo ist am kommenden Freitag in Überlingen geplant.

Bilder und Videos der "Fridays for Future"-Demonstration in Friedrichshafen:

Bild: Singler, Julian
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