Es sind oft die Ehrenamtlichen im Hintergrund, die den ganz normalen Betrieb in Vereinen und Organisationen am Laufen halten. Sie kümmern sich um die Vereinsanlagen und das Inventar, sind Übungsleiter, bauen bei Festen Stände, Tische und Bänke auf, kümmern sich um die Technik, verköstigen Vereinskameraden und Festbesucher und packen auch sonst überall an, wo sie gebraucht werden.

Henne: Gute Beispiele hervorheben

Gewürdigt werden diese engagierten Menschen für ihre Arbeit bisher oft allenfalls vereinsintern. Mit einem Abend des Ehrenamtes am Donnerstag, 8. November, möchte die Gemeinde Immenstaad dem noch etwas hinzufügen: "Wir hatten einfach das Bedürfnis, die guten Beispiele hervorzuheben und wollten den Jugendlichen und Erwachsenen zeigen, dass ihre engagierte Arbeit für andere auch von der Gemeinde gesehen und gewürdigt wird", erklärt Bürgermeister Johannes Henne. Die Gemeinde ruft Vereine und Organisationen auf, Ehrenamtliche für die Ehrung durch die Gemeinde vorzuschlagen.

"Es ist schön, dass jetzt auch engagierte Personen geehrt werden, die sonst von der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen werden", sagt Clemens Müller, TuS-Vorsitzender.
"Es ist schön, dass jetzt auch engagierte Personen geehrt werden, die sonst von der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen werden", sagt Clemens Müller, TuS-Vorsitzender. | Bild: Gisela Keller

Clemens Müller, Vorsitzender des TuS, gefällt die Idee: "Es ist schön, dass jetzt nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch engagierte Personen geehrt werden, die sonst von der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen werden." Ihre Arbeit in den Vereinen trage ja auch zum Wohl der Gemeinde bei. Als Beispiel nennt Müller die Arbeit von Jugendtrainern, die auch erzieherische Aufgaben wahrnehmen. "Die Kinder entwickeln ein Gemeinschaftsgefühl und lernen, sich in einer Gemeinschaft einzuordnen, sich gegenseitig zu helfen und Verantwortung zu übernehmen." Der TuS werde auf jeden Fall einige Vorschläge machen.

Viele hätten eine solche Würdigung verdient

Auch Wolfgang "Hoss" Haas, Narrenvater der Hennenschlitter findet die Idee einer Würdigung der Arbeit im Hintergrund prinzipiell gut. Man wolle auch aus den Reihen der Narrengesellschaft Vorschläge machen. Es sei allerdings nicht gerade einfach, sich zu entscheiden: "Wir wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen, weil es wirklich sehr viele sind, die eine solche Würdigung verdient hätten", erklärt Hoss das Dilemma: "Aber wir können ja nicht alle vorschlagen."