Ende Oktober soll die Teststrecke für automatisiertes Fahren in Friedrichshafen in Betrieb gehen. Bis dahin, so teilt die Stadtverwaltung mit, sollen die ersten Ampelanlagen mit sogenannten Roadside-Units ausgestattet. Mit diesen von außen unscheinbaren Kästchen werden neun Ampeln technisch so ausgerüstet, dass ein Datenaustausch zwischen den Testfahrzeugen, den Ampeln und dem Verkehrsrechner möglich ist. Zuvor steht die Teststrecke bei einer Bürgerinfo im Mittelpunkt.

Bild: Bernhardt, Alexander

Gemeinderat berät über Nachrüstung nicht barrierefreier Ampeln

Der Gemeinderat hatte dem vom Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (IWT) und ZF initiierten Projekt im März zugestimmt. Anfang Oktober berät das Gremium über die Nachrüstung von noch nicht barrierefreien Ampeln entlang der Teststrecke.

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In einem ersten Schritt verbindet die Teststrecke das Forschungs- und Entwicklungszentrum von ZF mit Werk 2, dem Forum und Werk 1 des Unternehmens. Damit werden verschiedene Straßentypen abgedeckt, außerdem können Fahrten durch Tunnel, Kreisverkehre, mehrspurige Abbiegungen oder unmarkierte Straßen erprobt werden. Geplante Erweiterungen sollen in der Zukunft den Campus Fallenbrunnen sowie die Innenstadt anbinden.

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In jedem Fahrzeug sitzt ein speziell ausgebildeter Fahrer

Ausschließlich von den Zulassungsbehörden genehmigte Fahrzeuge werden nach Angaben der Projektverantwortlichen auf der Teststrecke unterwegs sein. "Diese Fahrzeuge fahren nicht autonom, sondern automatisiert: Beim automatisierten Fahren sitzt in jedem Fahrzeug ein speziell ausgebildeter Fahrer, der jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug und die Möglichkeit hat, einzugreifen", heißt es außerdem.

Ab 2019 will ZF unter anderem die sogenannten „E-Go-Mover“ auf der Teststrecke für automatisiertes Fahren im Häfler Stadtverkehr testen.
Ab 2019 will ZF unter anderem die sogenannten „E-Go-Mover“ auf der Teststrecke für automatisiertes Fahren im Häfler Stadtverkehr testen. | Bild: Kerstin Mommsen