Da war was los in der Lokhalle des Bahnhofs Fischbach: Oberbürgermeister Andreas Brand hatte zur Einwohnerversammlung eingeladen und etwa 400 Fischbacher kamen. Nach dem Vortrag von Brand, der nahezu alle kommunalen Themen ansprach, die für Fischbach derzeit wichtig sind, fragten viele Bürger nach. Etwa zu den Plänen die Stadt mit dem ehemaligen Diakonissenheim, jetzt Zeppelin-Haus am Bodensee. Die Stadt habe zugegriffen, als sich die Gelegenheit zum Kauf bot – erst einmal, um es im Bestand zu haben, erklärte Brand. Zu diesem Zeitpunkt habe man noch nicht wirklich gewusst, was man damit machen wolle. Das Personal sei übernommen worden und das Haus werde weiterhin als Erholungs- und Tagungshaus genutzt. Von der Ausstattung der Zimmer entspreche es allerdings nicht dem Standard, den Urlaubsgäste heute erwarten und auch energetisch sei es nicht auf heutigem Stand. Man prüfe gerade, was man hier verbessern könne, welcher finanzielle Aufwand dafür nötig sei und wann man das tun könne. Ein sehr wichtiger Aspekt bei allen Überlegungen sei, das Haus für die Öffentlichkeit zu erhalten, "damit man dort einen Kaffee trinken oder Familienfeste feiern kann oder auch Konzerte veranstalten". Das weitläufige Gelände des Zeppelin-Hauses am Bodensee spielt auch bei einer weiteren Ankündigung Brands eine Rolle: Der Uferweg werde in Richtung Westen über das Gelände weitergeführt, sagte der Oberbürgermeister, wenn auch nicht direkt am See.

Die Sporthalle solle nach dem Vorbild der neuen Ailinger Halle gebaut werden, sagte Brand. Für die Planung seien 2017 Mittel im Haushalt geplant, die Realisierung solle zwischen 2018 und 2020 erfolgen. Was die Festhalle betreffe, sei die Grundsatzentscheidung noch nicht getroffen, ob es ein Umbau oder ein Neubau werden solle. Die Frage einer Fischbacherin, ob es im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan Eisenbahnstraße zu weiteren Verzögerungen beim Hallenbau kommen könne, verneinte der Oberbürgermeister. Es sei für die Planungen nicht wichtig, ob sich der Standort der Hallen im Plangebiet ein Stück verschiebe.

Anita Wenger, Mitglied der Fischbacher Runde, wollte wissen, ob mit den Planungen für eine Pflegeeinrichtung im Plangebiet Eisenbahnstraße ein alternativer Standort Zeppelinstraße 300 nicht mehr in Betracht gezogen werde. Der Standort sei weiterhin möglich, aber man müsse dafür ein Bauverbot im nördlichen Teil des Grundstücks aufheben, erklärte Brand. Nach Plänen für Kindergärten fragte eine andere Fischbacherin. "Es gibt einen steigenden Bedarf an Plätzen und Betreuungsformen in Fischbach", antwortete Brand, "wir müssen und werden in Fischbach neue Gruppen einrichten".

In Fischbach weiterhin ein Thema ist ein Ortschaftsrat: "Warum haben wir keinen?", fragte ein Bürger. Brand lobte die gute Zusammenarbeit der Stadt mit der Fischbacher Runde und zählte drei Gemeinderäte aus Fischbach auf. "Sie haben eine starke Lobby im Gemeinderat", fasste er zusammen, "und den besten Ortsvorsteher haben Sie mit einem Oberbürgermeister aus Fischbach."


Fragen und Antworten

Bei der Einwohnerversammlung wurden Oberbürgermeister Andreas Brand von Fischbacher Bürgern viele Fragen zu Fischbacher Themen gestellt. Viele hat er an Ort und Stelle beantwortet. Fragen, bei denen dies nicht möglich war, wurden aufgezeichnet und sollen zeitnah beantwortet werden. Alle Fragen und Antworten sollen demnächst online nachzulesen sein auf www.friedrichshafen.de