Ein eher ungewöhnliches Bild hat sich den Badegästen des Frei- und Seebads Fischbach vor Kurzem geboten, als sich Taucher des Tauch-Sport-Clubs Friedrichshafen und zwei Boote der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Badestrand auf ihren Einsatz vorbereiteten. Wie es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung heißt, wurden während der Gemeinschaftsaktion einige Bojen im See an andere Positionen versetzt und Befestigungsketten ausgetauscht.

Alexander Bernhardt war mit Karl-Heinz Weltz drei Stunden beschäftigt, die Verankerungen am Seeboden im trüben Wasser zu finden.
Alexander Bernhardt war mit Karl-Heinz Weltz drei Stunden beschäftigt, die Verankerungen am Seeboden im trüben Wasser zu finden. | Bild: Stadt Friedrichshafen

Initiiert wurde die Aktion von Christine Kirchner, Betriebsleiterin des See- und Freibads Fischbach, heißt es in der Mitteilung weiter. Kirchner hatte die DLRG-Ortsgruppe Friedrichshafen um Unterstützung gebeten. Das Organisatorische übernahmen Jens Kaboth, Einsatzleiter der DLRG, und Christian Bernhardt vom Tauch-Sport-Club.

Clemens Weber, Sopie Schawaller und Mara Dunkenberger (von links) von der DLRG unterstützten die Aktion.
Clemens Weber, Sopie Schawaller und Mara Dunkenberger (von links) von der DLRG unterstützten die Aktion. | Bild: Stadt Friedrichshafen

Die DLRG unterstützte die Taucher mit zwei Booten, an denen die schweren Metallbojen zum Verlegen befestigt und an die neue Position gezogen wurden, nachdem die Taucher die Verankerungsketten der Bojen unter Wasser gelöst hatten. „Jedes Boot ist mit entsprechendem Werkzeug für die Arbeiten über und unter Wasser ausgestattet. Außerdem mit ausreichend Getränken, denn bei der Arbeit mit den Ketten über und vor allem unter Wasser müssen die Leute viel trinken, um nicht zu dehydrieren“, wird Jens Kaboth zitiert.

Arbeit unter Wasser ist Schwerstarbeit

Christian Bernhardt erklärt in der Mitteilung: „Die Bojen und deren Befestigungsketten sind unhandlich und unglaublich schwer.“ Er habe gemeinsam mit seinem Sohn Alexander selbst an drei Bojen und einem Badefloß gearbeitet. „Gerade das Lösen der alten Bojenketten aus den Verankerungen am Seegrund – an den sogenannten Bojensteinen – und das Bergen der alten schweren Ketten war Schwerstarbeit“, so Bernhardt. Teilweise habe man die Ketten unter Wasser aufwendig mit einer Eisensäge aufschneiden müssen.

Sicht unter Wasser derzeit sehr schlecht

Eine besondere Herausforderung sei es für die Taucher gewesen, weitere Bojensteine am Seegrund zu finden. Die Positionen von einigen Bojensteinen seien nicht markiert gewesen, weshalb sich die Taucher auf die Suche nach den Befestigungen der Bojen am Grund des Sees begeben mussten.

Stundenlange Suche nach Bojensteinen

„Die Sicht unter Wasser ist derzeit sehr schlecht. Das Seegras beziehungsweise die Wasserpflanzen sind hoch gewachsen, das macht die Suche nach den Bojensteinen sehr schwierig“, so Karl-Heinz Weltz, Abteilungsleiter des Tauch-Sport-Clubs Friedrichshafen. Erst nach drei Stunden Suche seien er und sein Tauchpartner Dominik Hoffmann fündig geworden, sodass die Bojen ausgewechselt werden konnten.