Der Klimawandel betrifft alle, vor allem aber die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft. Deshalb haben sich die Kinder der Grundschule und des Kindergartens Kluftern in den vergangenen Wochen sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Als Aufhänger dienten nicht zuletzt die Schülerproteste im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung.

„Vorher hatte ich mich noch nicht mit dem Thema Umwelt auseinandergesetzt.“ -Marie, 8 Jahre, Schülerin
„Vorher hatte ich mich noch nicht mit dem Thema Umwelt auseinandergesetzt.“ -Marie, 8 Jahre, Schülerin | Bild: Angelina Sortino

Grundschulrektor will mit Projekt auch Eltern ansprechen

Zunächst lernten die Schüler bei zehn unterschiedlichen Projekten einiges über Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Danach wurden während eines großen Sommerfestes die unterschiedlichen Projekte vorgestellt und es wurde gemeinsam gefeiert. Grundschulrektor Tilo Weisner wandte sich bei der Eröffnung des Sommerfests an die Eltern: „Vielleicht nehmen auch Sie einige Erkenntnisse mit, wie unsere Welt ein bisschen länger lebenswert bleibt. Es sind nämlich nicht nur die Kinder angesprochen, es geht auch die Erwachsenen etwas an.“

Daumen hoch für die Feuerwehr: Paul lernt von Feuerwehrmann Manuel Gessler nicht nur, wie die Feuerwehr Brände löscht, sondern auch, was sie für die Umwelt leistet.
Daumen hoch für die Feuerwehr: Paul lernt von Feuerwehrmann Manuel Gessler nicht nur, wie die Feuerwehr Brände löscht, sondern auch, was sie für die Umwelt leistet. | Bild: Angelina Sortino

Viele der Eltern nahmen sich Tilo Weisners Worte zu Herzen und begleiteten ihre Kinder zu den verschiedenen Stationen auf dem Schul- und Kindergartengelände.

Matteo hat auf dem Barfußpfad eine Menge Spaß.
Matteo hat auf dem Barfußpfad eine Menge Spaß. | Bild: Angelina Sortino

Dort konnte man oft selbst Hand anlegen und unter anderem ein Insektenhotel basteln. „Das sind Nisthilfen für Bienen, die die Kinder zum Beispiel auf ihren Balkon oder in den Garten hängen sollen,“ erklärte Pia Anzer. Die Imkerin hat den Kindern bereits während der Projekttage viel Wissenswertes über Bienen beigebracht.

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Schüler erzählen von Waldprojekt

Auch an der Station des Abfallwirtschaftsamtes spielten Insekten eine Rolle. Tausendfüßler Fridolin und seine Artgenossen helfen nämlich dabei, Abfälle zu zersetzen. Schüler David war besonders mutig. Er berichtete: „Ich habe Tausendfüßler Fridolin sogar auf die Hand genommen. Berührungsängste hatte ich keine. Er ist nämlich ein ziemlich cooles Tier.“

Gemeinsam mit seinen Mitschülern hat David in den vergangenen Wochen an einem Waldprojekt teilgenommen. „Wir haben dort Spuren gelesen und die verschiedenen Tiere des Waldes kennengelernt. Jetzt weiß ich, dass wir besser auf diese Tiere aufpassen müssen“, erklärte der Achtjährige.

„Wir haben heute ein Lied gesungen und dabei Müll in eine Tonne geworfen.“ – Felix, 4 Jahre, Kindergartenkind
„Wir haben heute ein Lied gesungen und dabei Müll in eine Tonne geworfen.“ – Felix, 4 Jahre, Kindergartenkind | Bild: Angelina Sortino

Auch der sechsjährige Elia hat durch die Projekte einiges zum Thema Nachhaltigkeit gelernt. Er erzählte: „Ich weiß jetzt, dass es wichtig ist, gut mit der Umwelt umzugehen. Ich dachte immer, dass es gut wäre, alles extra dick in Plastik einzupacken. Jetzt weiß ich, dass das schlecht ist.“

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Verschiedene Gruppen zeigen Choreografien

Der Spaß und das Feiern kamen trotz des ernsten Themas beim Sommerfest nicht zu kurz. Zu Beginn der Veranstaltungen gab es mehrere Auftritte von Schülergruppen. Es wurde getanzt und gesungen. Die Akrobatik-AG zeigte eine sehr anspruchsvolle Choreografie, die mit einer menschlichen Pyramide endete. Außerdem gab es reichlich zu essen und zu trinken. Der Umwelt zuliebe allerdings von selbst mitgebrachtem und nicht von Wegwerfgeschirr.