Friedrichshafen – 936 Kilometer und 6700 Höhenmeter in acht Tagen – das ist die Bilanz der siebten e2rad-Tour der Dualen Hochschule (DHBW). Dieses Jahr ging es von Friedrichshafen nach Pula in Istrien. Auf der abwechslungsreichen Strecke wurden von den 14 Radlern der Arlberg und der Brenner überquert und die Städte Innsbruck, Udine, Triest und Pula besucht.

Trotz Elektrounterstützung war gute Ausdauer gefragt, denn es standen täglich bis zu acht Stunden reine Fahrzeit auf dem Programm. Silke Veeser und Tanja Steinhauser waren im studentischen Team für das Sponsoring und die Kommunikation verantwortlich. Für beide stand am Beginn die Frage im Mittelpunkt, die sich jeder E-Biker stellt, der zum ersten Mal auf Tour geht: „Wie lange reicht der Akku auf der Etappe? Schaffe ich die geplanten Höhenmeter mit einem Akku?“ Diese Sorgen stellten sich bald als unbegründet heraus, denn das Begleitfahrzeug sorgte in den Pausen nicht nur für Speis und Trank, sondern auch für Nachschub mit geladenen Akkus.

Glück hatte die Gruppe mit dem Wetter, denn die eisigen Temperaturen bei der Überquerung des Arlbergs waren weniger schlimm als erwartet und auf der gesamten Tour war es bis auf zwei Schauer trocken.

Für Hans Mauch (75), der als ältester Teilnehmer der Tour schon viele Länder mit dem Fahrrad bereist hat, gehörten die Radwege auf stillgelegten Bahntrassen am Brenner und im Friaul mit ihren Tunnels und Viadukten zu den besonderen Erlebnissen. „Die Planung der Strecke war sehr gut, die Tour hat mir gut gefallen. Und das Team mit den Studenten und externen Teilnehmern war toll.“

Jürgen Brath ist Studiengangsleiter des Wirtschaftsingenieurswesens an der DHBW und hat den Studenten die Aufgabe gegeben, als Projektarbeit diese einwöchige Radtour zu organisieren und durchzuführen. Die Fahrt nach Pula war mittlerweile die siebte Pedelec-Tour dieser Art, doch auch dieses Jahr gab es wieder Neues zu erleben. Jürgen Brath erinnert sich: „Wir sind zum ersten Mal bei Minustemperaturen geradelt und befuhren auch die bisher höchsten Passübergänge. Am Brenner mussten wir sogar auf die Bundesstraße ausweichen, weil der Radweg verschneit war. Wir waren mit dem e2rad-Team ja schon in einigen Ländern Europas unterwegs, deshalb hatten wir gar nicht damit gerechnet, dass an der Grenze zu Kroatien bei jedem Radler der Ausweis kontrolliert wurde.“

Die Studenten sind gespannt darauf, wie das Projekt von ihrem Professor benotet wird. Dass sie eine außergewöhnliche Radtour gemacht haben, wird ihnen vielleicht erst später bewusst.