Mit dem Wechsel auf die Verwaltungsbank hat Stauber, der in der SPD in vierlerlei Hinsicht aktiv war, seine politische Karriere sang- und klanglos aufgegeben. Dabei hatte er in den vergangenen Jahren einige Anläufe gemacht, um weiter nach oben zu kommen. Zuerst als Kandidat für die Friedrichshafener Oberbürgermeisterwahl 2009 (die er dann gegen OB Andreas Brand verlor), dann als Kandidat bei den Landtagswahlen 2016. Er war seit 2004 Stadtrat, seit 2013 SPD-Kreisvorsitzender.

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Und nun nutzte er die Gunst der Stunde, um hoch dotierter Bürgermeister zu werden. Die Frage, warum er eigentlich nicht als SPD-Kandidat 2017 erneut gegen Andreas Brand antrat, ist bis heute unbeantwortet. Dazu kommt, dass das Besetzungsverfahren für die Bürgermeisterstelle im Schnellverfahren durchgezogen wurde, seine Mitbewerber hatten gegen ihn eigentlich keine Chance.

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Wegen dieses Manövers verlor die Fraktion einen Sitz im Gemeinderat, Christine Heimpel zog ihre Konsequenzen. Nun bleibt abzuwarten, wie die Wähler die Causa Stauber einschätzen.

kerstin.mommsen@suedkurier.de