Den Bau eines Alpinzentrums plant die Sektion Friedrichshafen des Deutschen Alpenvereins (DAV) in unmittelbarer Nachbarschaft zur ZF Arena und zum neuen Sportbad. Damit sollen sich künftig eine deutlich größere Kletterhalle und das DAV-Haus an einem gemeinsamen Standort befinden. Rund 5,6 Millionen Euro Baukosten veranschlagt der Friedrichshafener Verein für das Projekt aktuell.

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Im vergangenen Jahr war noch von 3,2 Millionen Euro für das Alpinzentrum die Rede. Als Gründe für die gestiegenen Kosten nennt Jörg Zielke, stellvertretender Vorsitzender und Projektleiter, bisher nicht berücksichtigte Kosten für Sondergründung und Grundwasserhaltung, Kosten für die Außenanlage und das Vordach sowie den allgemeinen Anstieg der Baukosten. Das aktuelle Finanzierungskonzept geht von Zuschüssen aus der Sportförderung der Stadt Friedrichshafen in Höhe von knapp 981 000 Euro sowie von 225 000 Euro vom DAV Bundesverband und weiteren 380 000 Euro vom Württembergischen Landessportbund aus. Aus dem Verkauf der alten Kletterhalle und des Vereinsheims rechnet die Sektion mit 235 000 Euro.

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Bei der Hauptversammlung Anfang April gaben die Mitglieder grünes Licht, um die Planung in Zusammenarbeit mit dem Tettnanger Architekturbüro Wassung Bader weiter voranzubringen. Dies lässt sich die DAV Sektion 210 000 Euro kosten. Wenn im September die detaillierte Kostenplanung vorliegt, werden die Mitglieder bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung final über das Alpinzentrum abstimmen. Benötigt wird aber auch die Zustimmung des Gemeinderats, möglichst noch vor der Sommerpause. Zum einen handelt es sich um ein städtisches Grundstück. Außerdem wäre eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Benötigt die Kletterwand doch mindestens eine Raumhöhe von 11,50 Metern. Der Bebauungsplan sieht an diesem Standort jedoch eine maximale Höhe von 10,50 Metern vor. Aktuell geht die DAV Sektion von einer Kletterfläche von 1500 Quadratmetern aus. Baubeginn ist für Ende September 2020 anvisiert. Eröffnet werden soll das Alpinzentrum im Herbst 2022.