Die Neugestaltung des Friedrichshafener Uferparks zusammen mit Friedrichstraße und Bahnhofsvorplatz war am Dienstag Thema im Bürgerforum Altstadt. Erster Bürgermeister Stefan Köhler erläuterte auf Einladung von Alfred Eger die beiden Siegerentwürfe des Ideenwettbewerbs vor rund 40 Interessierten im Gasthof Schwanen.

Köhler betonte, dass es sich bisher nur um Ideen für das Herz der Stadt handle und nicht um eine Detailplanung. "Davor kommen noch die Bürgerbeteiligung und ein Gemeinderatsbeschluss", erläuterte er die geplante Vorgehensweise. Die Stadt könne erst mit einzelnen Baumaßnahmen beginnen, wenn der Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan als neue Rechtsgrundlage durch die Gremien gegangen sei. Mittelfristig kalkuliere die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro für die Neugestaltung von Uferpark, Friedrichstraße und Bahnhofsvorplatz. "Aber das wird wahrscheinlich nicht reichen", vermutet Köhler. Die Zahl signalisiere jedoch, dass der Gemeinderat bereit sei, für die mehrere Jahre dauernden Bauvorhaben Geld auszugeben.

Der Siegerentwurf der Planungsgemeinschaft K1 Berlin sieht eine Wegverbindung am See entlang vom Graf-Zeppelin-Haus bis zum Schlosshorn vor. "Im Sinne des Allgemeinwohls ist diese Wegeverbindung für die wenigen Anwohner zumutbar", so Köhler. Ziel müsse sein, durch den gesamten Uferpark hindurchgehen zu können. Er zeigte die Freitreppenanlage zwischen Yacht- und Gondelhafen auf dem Plan und bestätigte, dass der Bereich um das Klangschiff erhalten bleiben soll. Dasselbe gelte für die Gastronomie des Württembergischen Yachtclubs und für den historischen Garten. Auf Nachfrage der Betreiberin der Minigolfanlage sagte Köhler, dass sie ebenso wie die Musikmuschel voraussichtlich an einen anderen Standort komme.

Der zweite Siegerentwurf des Büros Schmid Treiber Partner aus Leonberg hat die Jury insbesondere durch sein Konzept für die Gastronomie überzeugt. "Sie soll zusammengefasst werden, um andere Bereiche ruhiger und attraktiver zu machen", erklärte der Baubürgermeister. Am Entwurf gefalle ihm die geniale Idee, den fehlenden Aussichtsbalkon des Bahnhofs in Form einer eingeschossigen, transparenten Säulenhalle quer zur Friedrichstraße nach vorne zu holen. "Hier haben wir wirklich das Panorama." Ob die neue Gastronomie unterhalb dieser Halle dann Lammgarten heiße, sei abzuwarten, entgegnete Köhler den Besuchern, die an ihrem Biergarten hängen.